Lebensdauer und Stromverbrauch von LED-Lampen

Und es hat »Peng« gemacht! Geblendet vom vorherigen Licht-Blitz als Ausdruck von Schwäche dauerte es eine Weile, sich an die eingetretene Dunkelheit zu gewöhnen. Als Ersatzbeleuchtung hielt das Feuerzeug her. Gut beraten war, wer eine Kerze anzündete. Der Ersatz war schnell aus der Kommode gekramt, der Stuhl aus der Ecke perfekt, um an die Deckenlampe zu gelangen. Der Birnenwechsel gestaltete sich kinderleicht. Keine fünf Minuten und frisches Licht kleidete das Schlafzimmer wieder in hellem Schein. Diese Geschichte fällt unter die Kategorie: »Es war einmal.«

Die Gegenwart: Ersatzlampen sind passé.

Die Vielfalt an heutzutage verfügbaren Leuchtmitteln lässt sich kaum bevorraten. Die Verbraucher nutzen inzwischen überwiegend LED-Leuchten. Diese werden mit einer Lebensdauer von 10 bis 25 Jahren angepriesen.

Auf den Verpackungen der LED-Leuchtmittel finden sich Angaben ab 10.000 Betriebsstunden. Einige Hersteller versprechen gar 100.000 Stunden. Auswechseln lassen sich diese überwiegend gar nicht mehr. Doch wen stört`s, wenn die Lampen mit solch unschlagbarer Mindesthaltbarkeit glänzen.

Theoretisch sind LEDs unendlich haltbar. In ihrem Inneren sorgt ein Halbleiterkristall auf Basis von Silizium- oder Galliumarsenidkristallen, mit einer Prise Phosphor und Arsen gewürzt, für ein erleuchtendes Ergebnis. Arsen? Hört sich gefährlich an. Ist es aber nicht. Nur wenige Atome steuern den gewünschten Farbton. Giftig sind LEDs nicht.

Endlose Lebenserwartung: Praxis schlägt Theorie?

Über zehn Jahre nach Einführung der LED-Leuchtmittel war sicher jeder schon mit defekten LEDs konfrontiert. Sie fangen an, wild zu blinken. Oder sie versagen gänzlich ihren Dienst. Besondere Kandidaten der Kategorie »Defekt« leuchten gar schwach, obwohl der Strom abgeschaltet ist. Ein seltener Effekt, welcher darauf basiert, dass jeder Halbleiter ähnlich einer Solarzelle Tageslicht einfangen und auf seinen Kristallschichten speichern kann. Im Dunkeln wird die gesammelte Ladung dann wieder ausgestrahlt. Ein solcher Defekt entspricht einem 5er im Lotto. Eine blinkende oder gänzlich ausgefallene LED-Lampe spielt sich bei 3 Richtigen mit Zusatzzahl ab. Regelmäßige Scheinabgabe vorausgesetzt.

Wir unterscheiden bei einem Ausfall einer LED-Lampe anhand der Ursache. Die meisten Defekte treten nicht im Halbleiter selbst auf. Häufiger besteht ein Problem mit dem LED-Netzgerät. Dieses sorgt mit seiner konstanten Stromabgabe dafür, dass die eigentliche LED leuchtet. Ein Austausch des Netzteils – sofern möglich und nicht fest verbaut – lässt die LED meist neu erstrahlen.

Hilft das nicht, bleibt nur, die Lampe oder das Leuchtmittel komplett auszutauschen. Defekte an den Halbleitern (der LED selbst) treten oft ohne Vorankündigung auf. Öfter gleich nach wenigen Betriebsstunden. Hier liegt die Ursache meist im fehlerhaften Fertigungsprozess.

Wenig bekannt ist, dass alle Halbleiter – nicht nur LEDs – einer weiteren Gefahrenquelle ausgesetzt sind. Der natürlichen Hintergrundstrahlung. Teilchen aus dem All schlagen regelmäßig auf die Erde ein. Bleiben wir beim Lotto: Vergleichbar oft mit einem Vierer plus Zusatzzahl trifft ein atomares Strahlungsteilchen den winzigen Halbleiterchip und schädigt diesen nachhaltig. Die LED ist defekt.

Sind LEDs denn wirtschaftlich?

Welches Leuchtmittel ist das Richtige?Sie sind in ihrem Stromverbrauch kaum schlagbar. Im Verhältnis zur Lichtausbeute benötigen diese nur wenige Watt. Die Helligkeit wird in »Lumen« ausgedrückt. Auch Glühbirnen war diese Maßeinheit nicht fremd. Doch orientierten sich Verbraucher an der aufgedruckten Leistung.

Beispiel: Eine Glühlampe mit 40 Watt erzeugt 400 Lumen an Helligkeit. Eine LED benötigt hierfür nur ca. 7 Watt. Einziges Konkurrenzprodukt am Markt ist die Energiesparlampe, welche auf Neon-Technologie basiert. Sie begnügt sich mit einem vergleichbar ressourcenschonenden Energieverbrauch.

LED oder Energiesparlampe: Wer gewinnt das Spiel?

Zwar behaupten sich Energiesparlampen im Vergleich des Energieverbrauchs zu den LED-Leuchtmitteln perfekt. Und deren Lebenserwartung ist mit der fünffachen einer herkömmlichen Glühbirne überaus beachtlich. LEDs gewinnen den Kampf trotz dessen: Mit hundertfacher Leuchtdauer tragen diese am Ende den Pokal nach Hause.

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