Hausanschlusskosten

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Wohnhäuser an das öffentliche (Ab-)Wasser- und Stromnetz angeschlossen werden. Das gilt für Bestandshäuser ebenso wie für Neubauten. Diese Regelung ist mit zusätzlichen Kosten für die Bauherren verbunden. Diese Höhe der Hausanschlusskosten ist allerdings nicht allgemeingültig festgelegt, sondern unterscheidet sich regional. Durch einige Methoden ist es möglich, die Hausanschlusskosten möglichst gering zu halten. Es gibt aber Bereiche, in denen auf gar keinen Fall gespart werden sollte.

Diese Anschlüsse sind bei einem Neubau zu berücksichtigen

Heutzutage müssen nahezu alle Neubauten an das öffentliche Wasser- und Abwassernetz angeschlossen werden. Eine Lösung, bei der das Abwasser in eine Jauchegrube geleitet wird, die dann regelmäßig entleert werden muss, wird aus hygienischen Überlegungen heraus kaum noch genutzt. Die entsprechenden Anschlüsse müssen bereits beim Hausbau berücksichtigt werden. Gelegentlich müssen die öffentlichen (Ab-)Wasserrohre erneuert oder neu verlegt werden. In diesem Fall entstehen auch Häusern, die bereits lange stehen, Hausanschlusskosten.

Ebenso ist es erforderlich, das Haus an das öffentliche Stromnetz anzuschließen. Zwar gibt es eine große Zahl an Stromanbietern, diese nutzen aber nahezu alle dieselben Stromleitungen für die Versorgung. Eine größere Auswahl gibt es beim Heizungsanschluss. Gasheizungen erfordern nach wie vor einen Hausanschluss. Es gibt aber auch Heizungsarten, die ohne einen solchen Anschluss auskommen. Nicht zuletzt muss bei einem Neubau an den Telefonanschluss gedacht werden, um telefonieren und ins Internet gelangen zu können.

Die Anschlüsse sind bei der Kostenkalkulation zu berücksichtigen

Es ist wichtig, die Hausanschlusskosten in die Kostenkalkulation bei einem Neubau einfließen zu lassen. Ansonsten passiert es leicht, dass die Kalkulation etwas knapp ausfällt und nicht mehr genügend Geld für die Begleichung der Hausanschlusskosten zur Verfügung steht. Hierdurch verzögert sich dann ein Neubau, was lästig ist und gegebenenfalls zusätzliche Kosten verursacht. Deswegen ist es wichtig, sich im Vorfeld mit den Gebühren für den Hausanschluss zu beschäftigen. Das bedeutet unter anderem, sich mit den regionalen Versorgern vor Ort in Verbindung zu setzen und bei diesen die Preise und Tarife für die jeweiligen Anschlüsse anzufragen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, verschiedene Anbieter zu vergleichen und von günstigen Angeboten zu profitieren.

Die Hausanschlusskosten unterscheiden sich regional

Es gibt keine allgemeingültigen Vorgaben für die Höhe der Hausanschlusskosten. Deswegen sind diese auch nicht einheitlich, sondern unterscheiden sich regional. In der Regel sind die Hausanschlusskosten in den großen Städten höher als auf dem Land. Dafür existiert in den Städten eine gut ausgebaute Infrastruktur. Das bedeutet, dass Neubauten meist an gut ausgebauten Straßen in unmittelbarer Nähe zu den verschiedenen Leitungen gebaut werden. Es müssen daher kaum Rohre verlegt werden, um einen Hausanschluss herzustellen. Das spart Kosten.

In den ländlichen Regionen sind die Gebühren für einen Hausanschluss in der Regel deutlich niedriger als in den Städten. Dafür befinden sich die Neubauten aber häufig etwas abseits der großen Straßen und der existierenden Leitungen. Somit müssen lange Zufahrten überbrückt oder Leitungen in noch unerschlossene (Wald-)Gebiete gelegt werden. Für die hierfür anfallenden Erweiterungen der vorhandenen Leitungen fallen teils recht hohe Kosten an. So kann es passieren, dass trotz geringerer Gebühren die Hausanschlusskosten in ländlichen Regionen höher ausfallen als in den Städten.

Diese Kosten entstehen durch einen Hausanschluss beim Neubau

Aufgrund der regionalen Unterschiede lässt sich nicht exakt bestimmen, wie hoch die Kosten für die jeweiligen Hausanschlüsse sind. Grundsätzlich sollte aber für den Anschluss an das Wassersystem mit Kosten zwischen 2.000-4.000 Euro gerechnet werden. Der Abwasseranschluss kann je nach Entfernung zum System ebenfalls noch einmal 3.000-5.000 Euro kosten. Hierin sind unter anderem die Verwaltungsgebühren der jeweiligen Versorger sowie die Material- und Verlegekosten enthalten. Für den Anschluss an das Stromnetz sollte noch einmal mit etwa 2.000-3.000 Euro gerechnet werden. Wie hoch die tatsächlichen Kosten sind, hängt unter anderem davon ab, wie weit entfernt der Neubau von nächsten Versorgungspunkt ist.

Wenn das Haus mit einer Gasheizung beheizt werden soll, erhöhen sich die Hausanschlusskosten noch einmal. Für die Verlegung entsprechender Anschlüsse muss dann mit etwa 2.000 Euro gerechnet werden. Das gilt allerdings nur, wenn für den Neubau ein komplett neuer Anschluss notwendig wird. Häufig kommt es vor, dass ein Neubau in einer Region errichtet wird, in der viele Menschen bereits mit Gas heizen. In diesem Fall ist lediglich eine Erweiterung der vorhandenen Leitungen erforderlich, was deutlich günstiger ist. Für den Telefonanschluss fallen meist wenige hundert Euro an, es sei denn, der Neubau ist sehr weit vom nächsten Versorgungspunkt entfernt.

Neben den monetären Kosten sollte auch die zeitliche Dimension für den Hausanschluss im Bauprojekt berücksichtigt werden.

Sparpotenziale bei den Hausanschlusskosten

Wer die Hausanschlusskosten möglichst gering halten möchte, sollte diese bereits bei der Auswahl des Grundstücks berücksichtigen. Befindet sich das Grundstück in einer gut erschlossenen Region, fallen die Hausanschlusskosten deutlich geringer aus, als wenn es fernab vom Schuss in einem unerschlossenen Gebiet liegt. Selbst sehr günstige Grundstücke können nämlich sehr teuer werden, wenn die Baunebenkosten – zu denen die Hausanschlusskosten gehören – extrem hoch ausfallen. Außerdem kann gegebenenfalls auf einige Anschlüsse verzichtet werden. Bestimmte Heizungsarten erfordern zum Beispiel keinen Anschluss, wie er bei einer Gasheizung nötig wird. Ebenso kann in einem Gebiet mit gut ausgebautem Mobilfunknetz häufig auf einen Telefonanschluss verzichtet werden.

Niemals jedoch sollte an der Qualität der Leitungen gespart werden. Es ist wichtig, eine Fachfirma zu beauftragen, um die Hausanschlüsse zu verlegen und vorzunehmen. Ebenso sollten für die Rohre und Leitungen nur hochwertige Materialien verwendet werden. Denn Reparaturmaßnahmen, bei denen die Leitungen wieder ausgegraben werden müssen, sind definitiv teurer als Materialien in sehr guter Qualität. Ebenso entstehen durch eine falsche Verlegung der Rohre und Leitungen Probleme und Schwierigkeiten, die ebenfalls mit hohen Kosten verbunden

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