Hauskredite dank Niedrigzinspolitik günstiger denn je

Noch nie war ein Kredit für die Finanzierung eines Hauses so günstig erhältlich wie es derzeit der Fall ist. Der Grund dafür ist in erster Linie die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken auf der ganzen Welt. Doch was ist eigentlich der Grund für die niedrigen Zinsen, wie lange werden sie noch auf diesem Niveau bleiben und wie können potenzielle Hauskäufer davon profitieren? Die Antworten darauf gibt es hier.

Warum sind die Zinsen derzeit so niedrig?

Die „Schuld“ für die niedrigen Zinsen liegt bei den Zentralbanken. Diese sind dafür zuständig, für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region einen sogenannten Leitzinssatz festzulegen. An diesem Leitwert orientieren sich in weiterer Folge die Banken. Denn diese kaufen das Geld bei den Zentralbanken ein, um es in später an ihre Kunden zu verleihen.

Im Europa wird der Leitzinssatz von der europäischen Zentralbank festgelegt. Bis zum Jahr 2008 schwankte der Zinssatz massiv und betrug zeitweise bis zu fünf Prozent. Seit dem damaligen Immobilien-Crash in den USA ging es jedoch stetig bergab mit dem Zinsniveau. Nunmehr seit dem Jahr 2016 beträgt der Zinssatz null Prozent. Das bedeutet, die Banken erhalten seitdem das Geld von der Zentralbank eigentlich geschenkt.

Die Senkung des Leitzinssatzes ist eine beliebte Maßnahme der Zentralbanken, um die Wirtschaft im entsprechenden Wirtschaftsraum wieder anzukurbeln. Seit Jahren führen jedoch unterschiedliche Ereignisse dazu, die die Zentralbanken immer wieder dazu bewegen, den Leitzinssatz zu belassen, wie er aktuell ist.

Ein weiterer Grund für die aktuell sehr lukrativen Kreditkonditionen ist, dass die Banken nicht selten Strafzinsen an die EZB zahlen müssen, wenn sie dort Geld „parken“. Somit ist das Interesse der Banken groß, das Geld lieber zu vergeben und für sich arbeiten zu lassen – selbst bei sehr geringen Zinseinnahmen.

Wie lange werden die Zinsen noch auf diesem Niveau bleiben?

Niemand ist in der Lage, die genaue Entwicklung der Weltwirtschaftslage vorherzusagen. Doch die meisten Experten sind sich darüber einig, dass der Leitzinssatz der EZB zumindest in den nächsten fünf bis zehn Jahren maximal geringfügig steigen wird. Mit einer massiven Anhebung ist in den nächsten Jahren schon allein aufgrund der massiven Auswirkungen durch die Corona-Pandemie nicht zu rechnen.

Der Blick in die fernere Zukunft gestaltet sich schon etwas schwieriger. Aus heutiger Sicht sind die Entwicklungen auf der Welt, die in 10 bis 20 Jahren geschehen werden, nur schwer vorauszuahnen. Ein Blick zurück macht das besonders deutlich: Vor 20 Jahren existierte weder YouTube noch Facebook und auch das erste Smartphone war noch in weiter Ferne.

Wie können potenzielle Hauskäufer von dem Zinsniveau profitieren?

Um günstig an ein Haus zu kommen, war es in früheren Zeiten erforderlich, zumindest einen Gutteil der Summe als Eigenkapital aufzubringen, damit die Kreditsumme und die damit verbundenen hohen
Zinsen nicht zu hohen Kosten führten.

Wer heutzutage beispielsweise einen Blick auf Hauskredite.de macht, um sich dort mit Hilfe des Kreditrechners einen Überblick über die Kosten zu verschaffen, sieht, dass die Kreditrate aktuell auch ohne die Einbringung von Eigenkapital erschwinglich ist. Dennoch sollte ein gründlicher Vergleich verschiedener Kreditgeber erfolgen, um sich die besten Konditionen zu sichern. Solch ein Vergleich ist ebenfalls auf dem unabhängigen Portal möglich.

Es gibt keine Garantie dafür, dass der niedrige Zinssatz, der derzeit für die Baufinanzierung gilt, auch für die gesamte Laufzeit erhalten bleibt. Deshalb sollten bei der Finanzierung auch entsprechende finanzielle Reserven eingeplant werden. Denn die unsichere Wirtschaftslage führt zwar einerseits zu den niedrigen Zinsen, andererseits kann sie einen auch sehr schnell selbst betreffen.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, kann sich das aktuelle Zinsniveau für einen bestimmten Zeitraum vom Kreditgeber absichern lassen. Die Banken bieten hierfür unterschiedliche Laufzeiten zwischen 5 und 20 Jahren an. Generell gilt: Je länger die Absicherung, desto höher fallen auch die Kosten dafür aus. Denn auch für die Banken stellt diese Absicherung ein Risiko dar, das sie in Form eines höheren Zinssatzes vom Kreditnehmer abgegolten haben möchten.

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