Was ist zu tun bei einem Wasserrohrbruch?

Was ist zu tun bei einem Wasserrohrbruch?

Wasserschäden gehören in Deutschland zu den häufigsten Versicherungsschäden. Von einem Rohrbruch können eigentlich alle wasserführenden Leitungen sowohl in einem Gebäude als auch im Erdreich betroffen sein. Innerhalb des Gebäudes können Rohrbrüche beispielsweise in Frischwasserleitungen, Heizungsrohren oder Abwasser- bzw. Regenrohren auftreten. Meist entweicht eine sehr große Wassermenge, so dass in der eigenen Wohnung oder in Nachbarwohnungen massive Schadensbilder auftreten. Doch auch im Erdreich können Rohrbrüche auftreten und dazu führen, dass das umgebende Erdreich unterspült und massiv belastet wird, und zwar vor allem dann, wenn es sich um einen Bruch in einer unterirdisch verlegten Abwasserleitung handelt. Wenn ein Wasserrohr im Außenbereich einen Schaden aufweist, sollte der Besitzer/Betreiber – also beispielsweise ein Hausbesitzer oder die Kommune – diesen beheben.

Was ist nun zu tun?

Im Folgenden wird von einem herkömmlichen Wasserrohrbruch in einem Mehrfamilienhaus ausgegangen. Zunächst einmal können Privatpersonen nicht viel mehr tun, als den Schaden möglichst gering zu halten, indem sie beispielsweise austretendes Wasser möglichst auffangen. Das Wasser sollte schnellstmöglich abgestellt werden, und zwar zunächst in der eigenen Wohnung und dann – falls weiterhin Wasser austritt – gegebenenfalls im ganzen Haus. Der Absperrhahn für das ganze Haus befindet sich in der Regel im Keller. Um Schäden an der Elektrik zu vermeiden, sollten die Sicherungen in allen betroffenen Wohnungen abgeschaltet bzw. rausgedreht werden. Es muss unverzüglich der Vermieter bzw. der Verwalter informiert werden, der seinerseits ohne Verzögerung einen ausgewiesenen Fachmann hinzuziehen sollte. Da Schäden häufig außerhalb der regulären Geschäftszeiten, also beispielsweise abends oder am Wochenende, geschehen, haben Vermieter oder ihre Hausverwaltungen in aller Regel eine Liste mit Notfallnummern im Hausflur ausgehängt, die es im Fall der Fälle anzurufen gilt. Der Wasserrohrbruch ist durch einen Fachbetrieb schnellstmöglich zu beseitigen. Im Anschluss erfolgt eine Schadensaufnahme – bei größeren Schäden direkt durch die Versicherung – und dann die Sanierung des Schadens, sobald er abgetrocknet ist. Für die Wasserschadensanierung sind ebenso wie für die Brandschadensanierung Fachbetriebe heranzuziehen. Die dafür anfallenden Kosten werden in aller Regel durch die Gebäudeversicherung übernommen. Manchmal ist auch der Mietausfall aufgrund von Mietminderungen, die vom Wasserschaden betroffene Mieter geltend machen, Bestandteil des Versicherungsschutzes.