Was beim Betonieren einer Bodenplatte zu beachten ist

Was beim Betonieren einer Bodenplatte zu beachten ist

Das Betonieren einer Bodenplatte ist notwendig, um einem Gebäude die nötige Stabilität zu verleihen. Das gilt für jede Art von Bauwerk, ob es sich dabei nun um eine Garage oder ein Gartenhäuschen handelt. Diese Aufgabe wird in der Regel an ein Unternehmen vergeben, nur sehr erfahrene Heimwerker übernehmen das Betonieren der Bodenplatte in Eigenregie. Dafür ist einerseits viel Kraft, andererseits aber auch ein gewisses Geschick notwendig. Darüber hinaus braucht der Do-it-Yourself-Bauherr für die Arbeiten etwa doppelt so viel Zeit wie eine professionelle Baufirma. Die Profis benötigen für 50 Quadratmeter Bodenfläche und eine Platte von 20 Zentimetern Dicke etwa einen Tag.

Der Einkauf

Zum Betonieren einer Bodenplatte muss sich der Heimwerker folgende Materialien besorgen:

  • Am einfachsten geht´s mit Frischbeton, der gebrauchsfertig angeliefert wird. Alternativ kann man entweder Betonkies oder Trockenbeton in Säcken verwenden und mit reichlich Wasser selbst anrühren.
  • Außerdem braucht man Baustahl, Draht, Abdichtungsfolie und Schalungsmaterial.
  • Das passende Werkzeug und Zubehör wie Fugenbänder runden das Material ab.

Die Vorbereitungen

Sowohl bei Eigenbau als auch mit der Hilfe eines Bauunternehmens, für das Betonieren einer Betonplatte müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Katasteramt oder Geometer müssen die Platte abstecken
  • Vor dem Betonieren der Bodenplatte muss die Schalung aufgebaut sein
  • Alle Abdichtungen müssen zuvor eingebaut werden
  • Vorhandene Anschlüsse müssen sowohl positioniert als auch fixiert worden sein
  • Die Bewehrung muss zuerst verbunden und dann auf Abstandshaltern aufgebaut sein
  • Für die Arbeiten muss eine Außentemperatur zwischen 5 und 30 Grad Celsius herrschen

Die Arbeiten

Zunächst wird der Beton angemischt. Dafür rührt man die Bestandteile maschinell mindestens 30 Sekunden lang gut durch. Die vermischte Masse muss gleichförmig aussehen. Der fertige Beton wird nun aus einer Höhe von etwa 50 Zentimetern auf die Bodenplatte geschüttet. Dabei sollte auf eine gleichmäßige Verteilung geachtet werden, insbesondere die Ecken und Kanten müssen gut ausgefüllt sein. Da der Beton spätestens nach einer Stunde verbaut und verdichtet sein muss, ist ein rasches Arbeiten von Vorteil. Angelieferter Frischbeton muss deshalb unbedingt sofort verarbeitet werden. Der Beton muss außerdem gut durchgerüttelt werden, damit eingeschlossene Luftblasen komplett entweichen können. Sonst ist eine gleichmäßige Verdichtung nicht möglich. Rüttelt man jedoch zu lange, entmischen sich die Ausgangsmaterialien wieder und an der Oberfläche des Betons bildet sich Wasser. Man sagt, der Beton blutet. Auf einem optimal verdichteten Beton wird dagegen eine dünne Schicht aus Feinmörtel sichtbar. Zum Abschluss muss das Fundament dann noch mit einer Abziehleiste so platt wie möglich geglättet werden. Während der Trocknungsphase muss stets für ausreichende Wasserzufuhr gesorgt sein.

Die Entsorgung des Betonwassers

Lässt man sich Fertigbeton anliefern, reinigt die Firma den Transportbehälter nach dem Entleeren mit Wasser. Für dieses Betonwasser sollte der Lieferant einen geeigneten Behälter zur Verfügung stellen. Man kann es auch in eine Mulde unter dem Mutterboden laufen lassen, keinesfalls darf das Betonwasser aber in die Baugrube geraten. Dort würde es die Drainage verstopfen. Fängt man das Betonwasser auf, kann man es auch zu einem späteren Zeitpunkt als Bauschutt entsorgen. Auf jeden Fall sollte der Bauherr mit der Betonfirma schon vor der Lieferung abklären, wie mit dem Betonwasser verfahren werden soll.