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Flurkarte

Eine Flurkarte enthält den Grundriß einer kompletten Gemarkung. In der Regel ist eine Gemarkung auf einer Gemarkungskarte dargestellt, der kleineren Variante der Flurkarte. Eine Flurkarte besteht zumeist aus mehreren Blättern und stellt die gesamte Gemarkung grafisch dar (siehe Gemarkung, Flurstück und Katasterkarte in diesem Glossar).

Gewaehrleistung

Das Bauunternehmen oder der Entgegennehmer des Bauauftrages übernimmt für alle ausgerichteten Bauabschnitte und Maßnahmen die Gewähr, dass bei der Bauabnahme oder der Fertigstellung des Auftrages die erbrachte Leistung den funktionalen und zugesagten Eigenschaften entspricht. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch beträgt die Gewährleistungsgarantie von erbrachten Bauleistungen fünf Jahre (siehe Bauauftrag, Bauabnahme). Nach der VOB oder der ...

Generalunternehmer

Ein Generalunternehmer ist ein durchführendes Bau und Fertigstellungsunternehmen, dass den Bauauftrag des Bauherren allein durchführt. Er ist einziger Vertragspartner des Auftraggebers. Für vom Generalunternehmen nicht eigens durchgeführte Arbeiten schaltet der Generalunternehmer möglicherweise Subunternehmen ein. Der Generalunternehmer handelt dabei auf eigene Rechnung. Der Bauherr hat mit anfallenden Kosten durch die Subunternehmer nichts zu tun, sondern einig ...

Hypothekenrechner

Hypothekenrechner können sowohl Banken und Kreditinstitute, wie auch im Internet zu bedienende Servicerechner sein, wo jeder Interessent teilweise kostenlos die Höhe seines Darlehens und die Laufzeit sowie den Jahreszinssatz, die Anfangstilgung und die jährliche Sondertilgung eingeben kann. Der Interessent erhält dann die Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung, die Zinslast sowie den gesamten Darlehensaufwand angezeigt. Ein ...

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Grundbesitzstandsverzeichnis eines jeweiligen Grundbuchbezirkes. Im Grundbuch sind in dem jeweiligen Grundbuchbezirk gelegene Grundstücke und bewohnbare Objekte und die damit verbundenen Rechte eingetragen. Die Eintragungen finden sich im Bestandsverzeichnis. Das Bestandsverzeichnis ist in drei Abteilungen aufgeteilt. Das Eigentumsverhältnis wird in der I. Abteilung vermerkt, während in der II. Abteilung Lasten und ...

Grundbuchamt

Das Grundbuchamt hat seinen Sitz beim jeweils zuständigen Amtsgericht und ist eine Einrichtung der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die die Grundbücher führt. Das Grundbuch wird über die Grundbuchordnung geführt. Hinsichtlich der Führung des Grundbuches gibt es ländereigene Unterschiede. Während in Niedersachsen das Grundbuch durch das Amtsgericht geführt wird, geschieht das in Baden Württemberg beispielsweise noch in gewissen ...

Hausordnung

Eine Hausordnung regelt ein harmonisches Zusammenleben und steckt die Regeln für die Benutzung von gemeinschaftlichen Räumen eines Mehrfamilienhauses ab. Zur Hausordnung zählen die Einhaltung von Ruhezeiten, Abfallentsorgung, Einhaltung von Benutzungsregeln von gemeinschaftlichen Geräten in Waschküchen usw., Streu und Treppenhausreinigungspflichten, Regelung der Haustierhaltung sowie eine ausreichende Belüftung der Wohnräume. Verletzt der Mieter die Hausordnung, kann nach ...

Teileigentum

Das Teileigentum beschreibt das Sondereigentum von verschiedenen Eigentümern oder einer Eigentümergemeinschaft, das aus nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes besteht. Das Sondereigentum steht immer in Zusammenhang mit dem jeweiligen Miteigentumsanteil des jeweiligen Eigentümers (siehe Sondereigentum, Miteigentumsanteil, Teilungserklärung in diesem Glossar). Als Teileigentum werden zumeist Praxisräume, Vorkellerräume, Ladengeschäfte, Treppenhäuser und Garagengemeinschaftshallen bezeichnet, in denen sich ...

Mietvertrag

Nach §§ 549-577 a des Wohnungsmietrechtes, ist der Mietvertrag so definiert, dass sich der Mieter für die Bereitstellung der zu bewohnenden oder zu nutzenden Räumlichkeiten verpflichtet, die vereinbarte Miete am jeweiligen Monatsanfang zu zahlen. Der Vermieter ist verpflichte, die Räumlichkeiten in zu bewohnendem Zustand zu erhalten.  Wird ein Mietvertrag zu einer Laufzeit von über einem ...

Baubeschreibung

Eine Baubeschreibung ist Bestandteil einer Bauvorlage und bei der Bauaufsichtsbehörde vorzulegen. Der jeweilige Umfang der Unterlagen wird durch die jeweilige, ländereigene Bauvorlagenverordnung bestimmt. Zur Baubeschreibung sind alle Details des Bauvorhabens hinzuzufügen, die sich nicht aus den Bauzeichnungen und dem Lageplan ergeben (siehe Lageplan in diesem Glossar). Das sind unter anderem die Beschreibung der Baukonstruktion, Unterlagen ...

Damnum, Disagio

Der Begriff Damnum oder Disagio bezeichnet die Differenz zwischen der Kreditsumme und dem real ausgezahlten Betrag. Ein Disagio ist eine Zinsvorauszahlung oder eine Kreditbearbeitungsgebühr. Ein Damnum von 5% impliziert, dass von einem Kredit nur 95% ausgezahlt werden aber die vollen 100% vom Kreditnehmer an die Bank zurückzuzahlen ist. Aus steuerlicher Sicht lohnt sich das Damnum ...

Grunddienstbarkeit

Die Grunddienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht (siehe Grundbuch in diesem Glossar),  dass dem jeweiligen Eigentümer eines Nachbargrundstückes an einem anderen Grundstück zusteht. Dies ist in der Regel ein Nutzungsrecht von Wegen und Zufahrten oder ein grenzbauliches Recht, zum Beispiel die Grenzbebauung des Nachbargrundstückes. (siehe Wegerecht, Baugrenze in diesem Glossar). Die Grunddienstbarkeit kann ohne ...

Spekulationsgewinn

Ein Spekulationsgewinn entsteht innerhalb von Spekulationsgewinnen. Auf Immobilien bezogen wird von einem Spekulationsgewinn oder von einem Spekulationsgeschäft gesprochen, wenn eine Immobilie nach nicht mehr als zwei Jahren nach ihrem Erwerb wieder verkauft wird. Der Gewinn oder Verlust eines solchen Immobilienspekulationsgeschäftes wird durch die Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten, dem Verkaufspreis oder Veräußerungspreis und der ...

Liegenschaftszins

Der Liegenschaftszins ist der Zinssatz, mit dem im Ertragswertverfahren der Verkehrswert einer Liegenschaft marktüblich verzinst wird. Der Liegenschaftszins ist nicht mit einem normalen Zinssatz zu verwechseln, er ist ein zentraler Bestandteil bei der Wertermittlung einer Immobilie im Ertragswertverfahren. Die Höhe des Liegenschaftszinssatzes wird nach Grundstückslage, der Art und der Restnutzungsdauer eines Objektes angesetzt und berechnet. ...

Bauwich

Der Bauwich ist der in Norddeutschland ehemals gebrauchte Begriff für die heutigen ländereigen geregelten Abstandsflächen (siehe Begriff Abstandsflächen in diesem Glossar). Dieser Begriff wird heute nur noch in Niedersachsen verwendet und regelt den Abstand eines zu bewohnenden oder bewirtschaftenden Gebäudes zur Grundstücksgrenze. Durch die mittlerweile ländereigen per Landesbauordnung bestimmten Abstandsflächen gelten nicht mehr nur die ...

Mieterhöhung

Die Mieterhöhung ist die Neufestlegung einer Miete, die betragsmäßig über der vorherigen Miete liegt. Nach § 558 des Bürgerlichen Gesetzbuches, darf die nach der Mieterhöhung festgesetzte Miete nicht über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (siehe Vergleichsmiete in diesem Glossar). Die Miete darf vor der Erhöhung 15 Monate in ihrer Höhe nicht verändert worden sein. Die bevorstehende ...

Vollfinanzierung

Bei der Vollfinanzierung wird die Übernahme sämtlicher Investitions- und Kaufkosten einer Immobilie oder eines Grundstückes ohne Einbringung von Eigenkapital durch ein Geldinstitut oder einen Investor sichergestellt. Die Finanzierung erfolgt also zu 100% durch Fremdkapital von Drittgeldgebern. Die Vollfinanzierung stellt ein gewisses Risiko dar, wenn beispielsweise durch den Arbeitsverlust des Schuldners die Bedienung der bei der ...

Einheitswert

Ein Einheitswert ist der Steuerwert von Grundvermögen, Land und Forstvermögen. Die Bewertung von Grundvermögen wurde zuletzt am ersten Januar 1964 durchgeführt. Für Grundstücke in den neuen Bundesländern gelten die Einheitswerte vom ersten Januar 1935. Der Bewertungssatz unterscheidet zwischen bebauten und unbebauten Grundstücken. Bebaute Grundstücke unterliegen sechs verschiedenen Arten: Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke, gemischte Grundstücke, Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und ...

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist ein Finanzrückhalt einer Eigentümergemeinschaft (siehe Eigentümergemeinschaft in diesem Glossar). Sie ist bestimmt für möglicherweise auftretende, zu reparierende Schäden und Mängel an dem Wohnobjekt. Die Höhe der monatlichen Zahlung in die Rücklage wird auf Eigentümerversammlungen entschieden. In der Regel sind die Beiträge für die Instandhaltungsrücklage in den von den Eigentümern zu leistenden Vierteljahreskosten ...

Eigentümergemeinschaft

Eine Eigentümergemeinschaft existiert zumeist in einem Mehrfamilienhaus. Die Eigentümergemeinschaft hat Rechte und Pflichten, die sich außerhalb des reinen Wohneigentums, also der Eigentumswohnung bemerkbar machen. Das Teileigentum, Bruchteilseigentum und Sondereigentum gehört allen Wohnungseigentümern (siehe Teileigentum, Bruchteilseigentum, Sondereigentum, Eigentumswohnung in diesem Glossar). Die Gemeinschaft der Eigentümer ist verpflichtet, neben den Wohnungsnebenkosten anteilmäßig nach der jeweiligen Wohnungsgröße Betriebskosten ...

Staffelmiete

Die Staffelmiete ist eine im Mietvertrag oder Staffelmietvertrag bereits vorab festgelegte und vereinbarte Mietzahlung, die künftige, vertraglich geregelte Mietsteigerungen enthält. Die jährlichen Mietmehrzahlungen sind bereits vorab festgelegt, weshalb dem Mieter im voraus bekannt ist, wie hoch die Zahlungen jährlich ausfallen. Die Staffelmiete ist bei Wohnraum und Gewerberaum unterschiedlich festgelegt. Bei Wohnräumlichkeiten ist bestimmt, dass sich ...

Schönheitsreparaturen

Schönheitsreparaturen gelten als Instandsetzungsarbeit als Folge von Abnutzungen von Wohnraum. Die Schönheitsreparaturen von Mietwohnungen durch den Mieter gelten als häufiger Streitpunkt zwischen Vermieter und Mieter. Bauarbeiten in der Wohnung gelten nicht als vom Mieter auszuführende Schönheitsreparaturen. Gesetzlich ist jeder Mieter verpflichtet, innerhalb einer Frist Schönheitsreparaturen in der angemieteten Wohnung durchzuführen. Dies sollte bei Räumen des ...

Vollgeschoß

Die Definition eines Vollgeschosses unterliegt der jeweiligen Landesbauordnung. Laut bayrischer Bauordnung ist bei einer Mindestraumhöhe von 2,30 Metern von einem Vollgeschoß die Rede. Ein Vollgeschoß dient zumeist ausschließlich Wohnzwecken, also dauerhaften Aufenthalten. Ein Vollgeschoß erstreckt sich von der Fußbodenoberkante des Raumes bis zur Fußbodenoberkante des darüber liegenden Geschosses. Kellerräume müssen von ihrer Höhe 0.7 bis ...

Grundschuldbestellung

Eine Grundschuldbestellung beinhaltet nach § 1191 des Bürgerlichen Gesetzbuches, dass dem Gläubiger zu dessen Gunsten eine Belastung des Grundstückes erfolgte, eine Geldsumme gemäß der Höhe der zu erstattenden Grundschuld von dem Wert des Grundstückes auszuzahlen ist. Das kann durch den Verkauf des Grundstückes, aber auch durch Geldmittel aus anderen Quellen, wie zum Beispiel einem Sparbrief ...

Gewerbegebiet

Das Gewerbegebiet ist eine Form der verschiedenen Gebietsarten (siehe Baugebiete in diesem Glossar). Es ist ausschließlich für Gewerbegebäude ausgezeichnet und geeignet und unterscheidet sich von einem Wohn- und Gewerbemischgebiet. Ein reines Gewerbegebiet bietet den Gewerbetreibenden hinsichtlich der Bebauungsvorschriften mehr Kapazität als ein Mischgebiet. Gewerbegebiete werden extra für diese Nutzung ausgesucht. Sie befinden sich in ausreichendem ...

Gewährleistung

Die frühere Gewährleistung auf Baumängel wird heute als Verjährungsfrist für werkverträgliche Mängelansprüche bezeichnet. Die Frist, innerhalb dessen der Bauherr das Bauunternehmen für Baumängel haftbar machen darf, beträgt ab der Bauabnahme fünf Jahre beim BGB Vertrag und vier Jahre beim VOB Vertrag (siehe Verdingungsordnung für Bauleistungen in diesem Glossar). Die verkürzte Gewährleistungspflicht nach dem VOB Vertrag ...

Löschungsbewilligung

Dem Grundschuld oder Hypothekengläubiger, in der Regel ein Geldinstitut, steht gegenüber dem Schuldner oder Grundstückseigentümer ein Recht auf Löschung der im Grundbuch eingetragenen Grundpfandrechte zu, wenn die Darlehensrückzahlung durch den Grundstückseigentümer vollständig erfolgt ist (siehe Grundbuch, Grundpfandrechte in diesem Glossar). In der Regel handelt es sich nach der Tilgung von  Hypotheken und Darlehensschulden, die auf ...

Mietnebenkosten – Hausgeld

Die Mietnebenkosten setzen sich aus den Heiz und Betriebskosten zusammen. Ein Mieter zahlt durchschnittlich 2,74 Euro pro Quadratmeter für Heiz und Betriebskosten, das sind bei einer 100 Quadratmeter großen Wohnung etwa 3300 Euro pro Jahr an Zusatzkosten. Zu den Betriebskosten zählen Grundsteuer, Abwasser und Warmwasser, Kaltwasser, Heizung, Aufzug, Straßenreinigung, Hausreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Versicherung, Hausmeister, Breitbandkabel ...

Baudenkmal

Baudenkmäler sind erhaltenswerte, alte Gebäude, die bestimmten Regelungen zu deren Erhalt unterliegen. Sie bieten gewisse steuerliche Vorteile bei umfangreichen Renovierungsmaßnahmen, der denkmalgeschützte Charakter des jeweiligen Gebäudes muß jedoch erhalten bleiben. Die Kosten von Renovierungsmaßnahmen, die den denkmalgeschützten Charakter eines Gebäudes erhalten sollen, können bis zu zehn Jahren mit bis zu 10% jährlich steuerlich abgesetzt werden, ...

Makler und Bauträgerverordnung (MaBV)

Die MaBV oder auch Makler und Bauträgerverordnung ist eine Verbraucherschutzsatzung und steuert die Geschäftsbeziehungen zwischen den Maklern, Kapitalanlagevermittlern, Bauträgern und Baubetreuern auf der einen Seite und den Kunden und Auftraggebern auf der anderen Seite. Zentraler Punkt der Satzung ist die Sicherung des Vermögens der Kunden und Auftraggeber. Dazu zählt auch die Datensicherung zugunsten der Auftraggeber. ...

Annuität

Die Annuität beschreibt die Höhe von Zinsen und Tilgungsraten während eines Jahres, die ein Schuldner an seinen Gläubiger zu zahlen hat. Es ist zu unterscheiden zwischen konstanter und variabler Annuität. Bei der konstanten Annuität zahlt der Schuldner jährlich einen gleich bleibenden Betrag, wodurch sich durch die konstante Tilgung der Darlehenssumme der Zinssatz kontinuierlich verringert. Somit ...

Eigenheimzulage, Baukindergeld

Die Eigenheimzulage ist eine staatliche Förderung zur Schaffung von privatem Wohneigentum. Sie wurde am ersten Januar 2006 ersatzlos gestrichen. Wurde das Objekt vor dem ersten Januar 2004 gebaut oder erworben, so belief sich die Höhe der Eigenheimzulage auf jährlich 5% der Herstellungskosten. Die jährliche Förderungsobergrenze betrug für Neubauten 2556 Euro und 1278 Euro für Altbauten. ...

Interkommunales Gewerbegebiet

Eine Kommune besteht aus mehreren Gemeinden. Wenn mehrere Gemeinden als Kommune oder mehrere Kommunen für die Schaffung neuer interkommunaler Gebiete zusammenarbeiten, handelt es sich um ein interkommunales Gewerbegebiet. Der Sinn so einer Zusammenarbeit liegt in der Schaffung neuer, effektiverer wirtschaftlicher Prosperität für die Kommune. Die Zusammenarbeit entschärft die Konkurrenzsituation zwischen den einzelnen Gemeinden, der Effekt ...

Wohnungsunternehmen

Ein Wohnungsunternehmen errichtet, bewirtschaftet und verwaltet Wohngebäude, es verkauft auch Immobilien. Die Verwaltung bezieht sich nicht nur auf eigens errichtete Gebäude, sondern auch auf andere Wohnkomplexe. Nach der Aufhebung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes ist die Abgrenzung zwischen gemeinnützigen und freien Wohnungsunternehmen weggefallen. Kirchliche Wohnungsunternehmen haben aber weiterhin den gemeinnützigen Effekt in ihrer Tätigkeit auf dem Wohnungsmarkt verankert. ...

Sonderumlage

Eine Sonderumlage kann beispielsweise bei einer Eigentümergemeinschaft fällig werden, wenn für am Gemeinschaftseigentum vorzunehmende umfangreiche Renovierungen oder Reparaturen die Höhe der Instandhaltungsrücklage (siehe Instandhaltungsrücklage in diesem Glossar) nicht mehr ausreicht. Die Höhe einer Sonderumlage und der jeweilige Anteil der Eigentümer sind auf einer Eigentümerversammlung zu verabschieden und zu diskutieren. Eine Sonderumlage für Mietobjekte kann durch ...

Teilungserklärung

Nach § 8 Absatz 1 des Wohnungseigentumsgesetzes, kann ein Eigentümer sein Anteil am Grundstück einer Eigentumswohnanlage so aufteilen, dass seine Miteigentumsanteile am Sondereigentum (siehe Miteigentumsanteil, Sondereigentum in diesem Glossar) mit seinem Wohnungseigentum und seinem nicht zu Wohnzwecken geltenden Teileigentum verbunden sind, wenn das Wohnungseigentum und das Teileigentum nach § 8 Absatz2 des Wohnungseigentumsgesetzes in sich ...

Zinsfestschreibung

Bei der Zinsfestschreibung ist die Höhe des Zinssatzes für ein Darlehen für einen gewissen Teil der Laufzeit festgeschrieben. Ungeachtet von Leitzinsänderungen und Markschwankungen bleibt bei der Zinsfestschreibung der Zinssatz unberührt. Bei niedrigen Laufzinsraten, also bei einer geringen Guthabenverzinsung, sinkt auch der Darlehenszinssatz. Es empfiehlt sich deshalb, eine Zinsfestschreibung von beispielsweise Baudarlehen in einem gewissen Zeitraum ...

Erbpacht

Die Erbpacht ist ein nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch und nicht in der Grundbuchordnung enthaltenes Recht aus dem 19. Jahrhundert. Das Erbpachtrecht wurde mit der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches dem landesrechtlichen Sektor zugeordnet und bedeutet eine Trennung zwischen dem Eigentum und der rechtlichen Pächternutzung (siehe Pacht in diesem Glossar). Die Erbpacht hat im Deutschland der heutigen ...

Kommunalabgaben

Kommunalabgaben sind an die jeweilige Gemeinde zu leistende Gebühren. Zu den Kommunalabgaben zählen die Verwaltungs- und Gemeindesteuern, wie zum Beispiel die Grundsteuer für eine Immobilie, die Gewerbesteuer, oder auch die Kirchensteuer und die Friedhofsgebühr.   Weitere Kommunalabgaben sind Müllgebühren, Abwassergebühren und Anliegerbeiträge (siehe Grundsteuer, Anliegerbeiträge in diesem Glossar). Müllgebühren sind Bestandteil der Betriebskostenrechnung. Kommunale Gebühren können ...

Umschuldung

Bei der Umschuldung werden laufende Kredite durch neue und zinsgünstigere Kredite einer anderen Bank ersetzt. Eine Umschuldung lohnt sich nur, wenn die Neudarlehenskosten einschließlich Zinsen deutlich geringer ausfallen, als das ursprüngliche Darlehen beim alten Kreditinstitut. Dabei sind insbesondere Notarkosten, Grundbuchkosten und mögliche Vorfälligkeitsgebühren zu beachten (siehe Vorfälligkeitsgebühren, Notar, Grundbuch in diesem Glossar). Bei der Immobilienfinanzierung ...