Mit dem Hybridhaus Verbrauchskosten minimieren

Mit dem Hybridhaus Verbrauchskosten minimieren

Wer sich für den Bau eines Hauses entscheidet, der muss dabei auch immer eine ganze Reihe von Dingen beachten. Zunächst muss die Art des Hauses festgelegt werden. Dabei gibt es zwei grundlegende Hausbauarten:

  1. Massivhaus
  2. Fertighaus

Im weiteren Verlauf der Hausplanung muss man sich für die konkrete Ausführung des Hauses entscheiden. Hier finden sich zum Beispiel:

  1. KfW Effizienzhaus
  2. Energiesparhaus
  3. Passivhaus
  4. Hybridhaus

Die neueste Form ist das Hybridhaus, das in diesem Sinne vielen noch nicht bekannt ist. Es verspricht die Verbrauchskosten für Strom, Heizung und Warmwasser nahezu gen Null zu senken. Doch sind dafür natürlich auch zahlreiche Besonderheiten beim Bau zu berücksichtigen. (mehr Hybridhaus Infos finden Sie auf Massivhaus.de)

Diese Besonderheiten müssen berücksichtigt werden

Damit das Hybridhaus wirklich keine Energiekosten verursacht und möglichst auch kein CO2 produziert, ist es erforderlich, beim Bau einige Maßnahmen durchzuführen. Die hochisolierende Wärmedämmung ist dabei selbstverständlich, sie wird zum Teil schon vom Gesetz gefordert. Natürlich muss das Hybridhaus zunächst als Energiesparhaus ausgeführt werden, mit allem, was dazu gehört, wie den modernen Energiesparfenstern. Verbessert werden die Werte mit einer gedämmten Bodenplatte. Die wichtigsten technischen Einbauten im Hybridhaus sind dagegen:

  1. Erdwärmeheizung mit Spiralkollektoren
  2. Photovoltaikanlage
  3. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Die Erdwärmeheizung im Hybridhaus

Die Erdwärmeheizung im Hybridhaus bildet die Grundlage für die Beheizung des Hauses und die Warmwasserbereitung. Dabei werden Wärmepumpen verwendet. Je nach Trägermaterial unterscheidet man zwischen der

  • Luft/Wasser-Wärmepumpe
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpe.

Das Funktionsprinzip der Wärmepumpen ist immer ähnlich. Zunächst werden Gase komprimiert, anschließend dürfen sie sich wieder entspannen. Während sie sich entspannen, entsteht ein Druck, durch den wiederum Wärme entsteht.

Am Beispiel der Sole/Wasser-Wärmepumpe bedeutet dies:

  • Energie wird aus dem Erdreich entnommen
  • Kühlflüssigkeit (Sole) wird durch Spiralkollektoren gepumpt
  • Kühlflüssigkeit erwärmt sich dabei auf die Erdtemperatur
  • Wärme wird in der Sole gespeichert
  • Wärme wird an die Pumpe weiter gegeben und dort weiter verarbeitet

Um das gesamte Haus mit der Wärmepumpe beheizen zu können, muss diese richtig dimensioniert sein. Zudem kann sie durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung unterstützt werden.

Die Lüftungsanlage

Die Lüftungsanlage kann die Wärmepumpe optimal unterstützen. Dabei wird davon ausgegangen, dass moderne Häuser luftdicht gebaut werden, was den Nachteil von Stockflecken und Schimmelbildung mit sich bringen kann. Ein ausreichendes Lüften oder die Verwendung einer Lüftungsanlage sind dabei wichtig. Mit dieser

  • wird warme Luft aus den Räumen abgezogen,
  • an einem Rohrgeflecht (Plattentauscher) vorbeigeführt,
  • in dem sich ein Wasser-Glykol-Gemisch befindet,
  • das von der warmen Raumluft erwärmt wird.

Von außen kommende kühle Luft wird ebenfalls am Plattentauscher vorbeigeführt, erwärmt und ins Haus gebracht.

Die Photovoltaikanlage

Nicht zuletzt gibt es noch die Photovoltaikanlage. Während Wärmepumpe und Lüftungsanlage vor allem der Beheizung des Hybridhauses dienen, sorgt die Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung. Dafür werden Solarmodule, bestehend aus Solarzellen, auf dem Dach angebracht. Sobald das Sonnenlicht auf diese Solarmodule trifft, wird es in Gleichstrom umgewandelt. Dieser ist natürlich im Hausgebrauch nicht zu verwenden, weshalb er über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Der so erzeugte Strom kann nun

  • ins öffentliche Stromnetz eingespeist und eine Einspeisevergütung gezahlt werden oder
  • direkt vor Ort für den Hausgebrauch (Waschmaschine, Bügeleisen, Fernseher usw.) verwendet werden.