Mietspiegel

Mietspiegel

Das bürgerliche Gesetzbuch empfiehlt Gemeinden, einen Mietspiegel zu erstellen, dieser richtet sich nach der marktüblichen Vergleichsmiete und soll alle zwei Jahre aktualisiert werden. Der Mietspiegel hat Vorteile für Mieter und Vermieter. Ist der Mietpreis zu hoch angesetzt, kann sich der Mieter auf die im Mietspiegel angegebene Vergleichsmiete berufen, umgekehrt kann sich der Vermieter bei einer geplanten Mieterhöhung auf den Mietspiegel berufen, wenn die bisherige von ihm erhobene Miete unter der marktüblichen Vergleichsmiete lag. Es ist zu unterscheiden zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Mietspiegel. Der qualifizierte Mietspiegel ist alle vier Jahre von der jeweiligen Gemeinde zu erstellen. Er spiegelt mit allergrößter Sicherheit die tatsächliche Höhe der jeweiligen, ortsüblichen Vergleichsmiete wider. Durch die Mietrechtsreform aus dem Jahr 2001 gilt der qualifizierte Mietspiegel als sicherster Gradmesser für die Richtigkeit der darin angegebenen Höhe der Vergleichsmieten. Seine Richtigkeit kann nur mit einem Sachverständigengutachten widerlegt werden. In Deutschland existieren etwa 315 Gemeinden, die über diesen qualifizierten Mietspiegel verfügen.

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