Mietpreisbremse: Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt

Mietpreisbremse: Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt

Das „Paket für bezahlbares Bauen und Wohnen“ wird von Union und SPD gleichermaßen unterstützt. Ziel ist es, Mieter vor überhöhten Mietsprüngen zu schützen und die Neubauten anzukurbeln. Auch die Regelungen im Bereich Maklergebühren sollen verändert werden.
Künftig sollen Makler stets vom Auftraggeber bezahlt werden. Das sind bisher meist die Wohnungseigentümer, die den Makler mit der Vermittlung ihrer Wohnungen beauftragen. Dennoch mussten bisher in erster Linie die Mieter die Kosten für den Makler tragen. Insgesamt geht es um bis zu 2,38 Nettokaltmieten, die für den Makler fällig werden. Wie Makler darüber denken, erfahren Sie in einem weiteren Artikel über die Mietpreisbremse. Für sie ist es nicht mehr ganz leicht, ihre Rechnungen zu stellen. Denn der Ursprungsauftrag zur Vermietung der Wohnung kann vom Vermieter kommen, der Mieter aber kann den Makler genauso mit der Suche nach einer passenden Wohnung beauftragen, die dieser bereits in seinem Portfolio hat.

Probleme bei den Neuregelungen zur Maklergebühr

Experten sehen bereits jetzt ernste Probleme auf den Wohnungsmarkt zukommen, die durch diese Neuregelungen zur Maklergebühr entstehen können. Schon jetzt würden große Wohnungsgesellschaften auf eine Erhebung der Courtage verzichten. Dafür könnten sie am Markt grundsätzlich höhere Mieten durchsetzen. Solche Szenarien befürchtet man nun auch generell für den Wohnungsmarkt, unabhängig davon, ob ein privater Vermieter oder eine Wohnungsgesellschaft als Vermieter auftritt. Darüber hinausgehen Experten davon aus, dass sich die Anzahl langfristiger Mietverträge erhöhen könnte.

Wird Wohnraum mit der Mietpreisbremse bezahlbarer?

Der Ansatz der Mietpreisbremse besteht darin, Wohnraum bezahlbarer zu machen. So sollen Bestandsbauten nur noch alle vier Jahre mit einer Mieterhöhung belegt werden. Diese wird zudem auf maximal 15 Prozent begrenzt. Das wäre für die meisten Vermieter noch in Ordnung. Bei einer Neuvermietung allerdings dürfen sie nur noch Mieten verlangen, die maximal zehn Prozent über dem örtlichen Mietspiegel liegen. Das heißt, dass eine Wohnung, für die über Jahre eine attraktive Miete gezahlt worden ist, nach dem Auszug des bisherigen Mieters wesentlich günstiger vermietet werden müsste. Experten befürchten, dass durch diese Regelungen die Investitionsfreude in Neubauten gedämpft werden könnte.