Hausbau: Neue Verordnungen für 2013

Hausbau: Neue Verordnungen für 2013

Für den Neu- und Umbau von Gebäuden treten im Jahr 2013 neue Verordnungen in Kraft, die teilweise auf Bundes- und teilweise auf Landesrecht basieren.
Die wohl wichtigste Neuerung ist ohne Zweifel die überarbeitete Energiesparverordnung, die eigentlich bereits im Sommer 2012 in Kraft treten sollte, dann aber auf das Frühjahr 2013 verschoben wurde.

Was ist neu in der Energieeinsparungsverordnung?

In der neuen EEV wird der Energiebedarf für Neubauten ab dem Jahr 2014 um 12,5 % gesenkt. Im Jahr 2016 kommen weitere 12 % dazu. Das bezieht sich auf den Primärenergiebedarf eines Hauses. Ziel dieser gestaffelten Einführung ist das Nullenergiehaus zum Jahr 2020 als Standard im Bereich Hausbau. Dabei soll es möglichst keine Mogelpackungen geben, was durch die verschärfte Kontrolle des Energieausweises erfolgen soll. Im Energieausweis selbst müssen die Anteile an erneuerbaren Energien, die zur Beheizung des Hauses genutzt werden, in Prozent angegeben werden. Beim Hausverkauf, ob privat oder gewerblich, sind in Zukunft die Angaben aus dem Energieausweis anzugeben. Dies gilt auch für Immobilienanzeigen.
Die einzelnen Bundesländer haben sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, die Angaben zu den Energieeinsparungen zumindest stichprobenartig zu überprüfen.

Weitere Änderungen

Für die Überprüfung von Öltanks tritt eine neue bundeseinheitliche Verordnung in Kraft, die die einzelnen Länderverordnungen ablöst. Gültig ist diese Verordnung für Keller- und Erdtanks ab einem Fasungsvermögen von 1000 Litern. Nach den Plänen der Bundesregierung erfolgt die Prüfung alle zehn Jahre. Wichtig ist dabei das Datum der Inbetriebnahme des Tanks. Alle Tanks, die vor 1971 verbaut und in Betrieb genommen wurden, müssen innerhalb von zwei Jahren geprüft werden. Öltanks mit Baujahr 1994 haben hingegen zehn Jahre Zeit. Die Prüfung erfolgt durch Sachverständige, die ihren Bericht an die jeweilige untere Wasserbehörde senden. Im Zweifel kann die Behörde mit dem Sachverständigen zusammen eine Frist für die Behebung eventueller Mängel festlegen. Für die Überprüfung wird eine Gebühr von 100 bis 150 Euro erhoben.