Drei Hürden bei der Karriere als Immobilienmakler

Drei Hürden bei der Karriere als Immobilienmakler

Im direkten Gespräch würden die meisten Immobilienmakler sagen, dass sie sich Hals über Kopf in ihre Arbeit verliebt haben. Sie würden Sie mit leidenschaftlicher Stimme davon überzeugen, dass sie von ihrer Karriere erfüllt sind, wie es in keinem anderen Job zu erwarten wäre. Erfahrene Makler sagen Ihnen aber auch, dass eine Menge harte Arbeit, Geduld und Entschlossenheit auf dem Weg zum Maklererfolg nicht fehlen dürfen. Zeit braucht es tatsächlich jede Menge. Für Makler kann es nämlich Jahre dauern, bis sich die ersten Ergebnisse zeigen. Ungeachtet dessen stehen viele Makler es einfach durch und bauen sich trotzdem eine Karriere in diesem Berufsfeld auf, bis sie in Rente gehen. Andererseits entscheiden sich ebenso viele Menschen aus dem Maklernachwuchs dazu, die Immobilienbranche aus bestimmten Gründen wieder zu verlassen. Was unterscheidet diese von den karriereorientierten Maklern? Wieso verlassen Sie das Spiel, bevor es wirklich begonnen hat? Verschiedene Gründe lassen den Nachwuchs an der Immobilienbranche scheitern. Vor allem ein Mangel an Ausbildung und Erfahrung, zu geringe Finanzmittel und unrealistische Erwartungen können für eine fehlgeschlagene Karriere in der Branche verantwortlich sein.

Grund 1: Mangel an Ausbildung und Erfahrung
Praxis und Theorie sind zwei verschiedene paar Schuhe. Wer sein Examen erfolgreich absolviert, ist nicht unbedingt zur Anwendung von Theorie auf praktische Erfahrungen in der Lage. Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Nur weil jemand die Prüfung zum Makler bestanden hat, sollte er das branchenbezogene Lernen längst nicht sein lassen. Viele junge Makler ruhen sich nach der Prüfung allerdings auf ihren Lorbeeren aus und nehmen nicht an den Schulungen, Kursen und Coaching-Klassen teil, die ihnen das Unternehmen zur Verfügung stellt. Schlimmer noch macht sich der Makler-Nachwuchs oft keine Gedanken über einen gut aufgestellten Zukunftsplan, der klare Ziele und Visionen zusammenfasst. Obwohl diese Zusammenhänge junge Makler allzu oft verzweifeln lassen, gibt es eine einfache Lösung: der Makler-Nachwuchs sollte sich mit den Branchen-Managern zusammenschließen und so von der Erfahrung alteingesessener Immobilienmakler profitieren. Immerhin kennen Makler der Management-Ebene die Branche seit geraumer Zeit und stehen dem Nachwuchs in der Regel gerne als Mentoren zur Seite.

Grund 2: Geringe Finanzmittel
Einige Neumakler steigen als Quereinsteiger in die Immobilienbranche ein. In vielen Fällen sind die Neueinsteiger von den Anlaufkosten überrascht oder sogar entsetzt. Die zu entrichtenden Gebühren für Verbände und Genossenschaften, die Gebühren an den zugeordneten Landesverband und die Ortsverein-Gebühren treffen sich beim Neueinstieg in die Branche mit den Kosten von Marketing- und Werbemaßnahmen, Visitenkarten, Schließfächern und anderen Betriebsausgaben. Laut Inman News können die Gesamtkosten für den Neueinstieg zwischen 1000 bis 1800 Euro liegen. Darüber hinaus wissen viele neue Makler nicht über die eigentliche Provisionsbeteiligung Bescheid und sind daher von der endgültigen Gewinnbeteiligung enttäuscht. Manche enttäuscht zusätzlich das eher langsam anlaufenden Immobiliengeschäft. In der Immobilienbranche fliegen einem in den ersten Jahren die Aufträge nicht einfach zu. Kontinuierlich gute Einnahmen brauchen ihre Zeit. Weil sich Neumakler das nur selten bewusst machen, verbringen sie die ersten paar Jahre oft mit einem schlechten Gefühl in der Magengrube.

Grund 3: Unrealistische Erwartungen
Die meisten Neumakler erreichen die Immobilienbranche in der Erwartung eines Arbeitsplatzes. Das ist allerdings von Grund auf falsch. Die Immobilienbranche bietet keine Arbeitsplätze, sondern eher Geschäfte. Davon abgesehen gehen viele Neumakler davon aus, dass allein ihre Freunde und Familien sie durch die ersten paar Jahre bringen können. In den meisten Fällen ist das ein verheerender Trugschluss. So gerne Familie und Freunde den Neumakler auch haben – oft sind sie ihm zuliebe nicht zu einer finanziell bedeutenden Veränderung wie dem Kauf oder Verkauf einer Immobilie bereit. Noch verbreiteter ist unter dem Makler-Nachwuchs der Trugschluss, ihre Hauptaufgabe wäre der Verkauf von Häusern. In Wirklichkeit ist der Hausverkauf nur die sekundäre Aufgabe von Immobilienmaklern. Immobilienkäufer und Verkäufer werden auch unabhängig von einem bestimmten Makler kaufen oder verkaufen.

Die Aufgabe eines Immobilienmaklers ist es daher vorwiegend, die eigene Person gut an die Kunden zu verkaufen. Deals gehen dem Makler ansonsten durch die Lappen. Gerade in der Immobilienbranche schläft die Konkurrenz keineswegs. Unrealistische Erwartungen haben Neueinsteiger auch häufig gegenüber etwaiger Tipps von Seiten der Zwischenstelle: ihre Vermittler werden ihnen besonders vielversprechende Aufträge nicht einfach zufliegen lassen. Erfahrene Immobilienmakler von Immobilien Portal Mallorca fassen die unrealistischen Erwartungen vieler Nachwuchsmakler gut zusammen: “Junge Immobilienmakler sind naiv und haben noch keine Ahnung, worauf es in der Immobilienbranche ankommt. Sie steigen in die Branche ein und denken, dass Immobiliengeschäfte ein einfacher Weg zum richtig viel Geld verdienen sind. Dann sind über die Hindernisse in höchstem Maß enttäuscht, die in der Immobilienbranche sehr wohl mit dazu gehören.”