Altersvorsorge durch eine Eigentumswohnung

Altersvorsorge durch eine Eigentumswohnung

In Zeiten niedriger Zinsen und sinkender Erträge aus Sparbüchern, Lebensversicherungen und anderen Anlageformen und gleichzeitig kleiner werdenden Rentenkassen, stellt sich für viele Menschen die Frage nach einer soliden und langfristigen Altersvorsorge. Immobilien eignen sich dazu sehr gut, da sie relativ wertstabil sind und kontinuierliche, monatliche Erträge bringen. Doch wichtig ist einige Regeln beim Wohnungskauf zu beachten, damit man sich im Ruhestand an dem Investment erfreuen kann.
So können Altbauwohnungen sehr günstig sein, doch es können relativ hohe Sanierungskosten anfallen. Es kann sich lohnen einen neutralen Gutachter einzuschalten, der bei der Bewertung der Immobilie hilft und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen abschätzt. Auch darf man sich nicht vor überhöhten Renditeversprechen von Maklern und Verkäufern beeindrucken lassen. Nicht immer lässt sich die derzeitige Miete langfristig erzielen. Dabei kommen viele Fragen auf.

Fragen beim Wohnungskauf

Wie wird sich der Stadtteil, die Stadt als solches und die gesamte Region in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Expandieren die ansässigen Unternehmen oder sind Stellenstreichungen zu erwarten? Ist die Gegend für Familien, Senioren oder junge Paare attraktiv? Wie ist die Versorgung mit Supermärkten? Wie weit ist der nächste Kindergarten/die nächste Schule entfernt? Wie ist die Anbindung an Infrastruktur (Autobahn, öffentlichen Nahverkehr, Entfernung vom Stadtzentrum, etc.)?
Kleinere Reparaturen fallen immer wieder an, weshalb man eine Monatsmiete im Jahr dafür einkalkulieren sollte. Hinzu kommen die Maklergebühren und die Grunderwerbssteuer, die beim Kauf anfallen. Bei der Finanzierung sollte konservativ gerechnet werden. Die Zinsen können sich in Zukunft ändern, oder die eigene berufliche Situation kann sich verschlechtern. Man sollte sich am besten mit einem Berater zusammensetzen oder ein Haushaltsbuch führen, um die eigenen Möglichkeiten besser abschätzen zu können und sich nicht zu übernehmen. Denn der Kauf einer Eigentumswohnung kann durchaus auch zu einer großen finanziellen und emotionalen Belastung werden, wenn die Vorbereitung nicht gut ist oder unvorhergesehene Dinge geschehen.

Die wichtigsten Faktoren

Der Immobilienmarkt unterliegt Schwankungen genauso wie der Aktienmarkt. Es kann sich deshalb lohnen eine Krise abzuwarten um günstig einzusteigen. Wer überteuert eine Eigentumswohnung kauft, kann oft lange warten bis sich eine Wertsteigerung einstellt, wenn es denn überhaupt dazu kommt.
Neben der Lage und dem Preis ist die Eigentümergemeinschaft sehr wichtig. Mit dem Kauf wird man immer gleichzeitig Mitglied einer Gemeinschaft und die entscheidet über die Bildung von Rücklagen, größere Reparaturen und die Müllentsorgung. Herrscht unter den Eigentümern und eventuell dem Verwalter keine Harmonie, wirkt sich das langfristig negativ auf die Immobilie aus. Dies kann den Wert mindern und zu relativ hohen Hausgeldzahlungen führen.
Wer sich jedoch ausführlich informiert, Pros und Contras abwägt und verschiedene Angebote einholt, erlebt hinterher keine großen Überraschungen und kann rechtzeitig in die eigene Altersvorsorge investieren.