Liquidationswert
Beim Abbruch von Immobilien ist unter der Immobilienbewertung oder dem Liquidationswert ein Wert zu verstehen, der sich im Ertragswertverfahren durch die Bodenwertverzinsung ergibt (siehe Bodenwert in diesem Glossar), da der Reinertrag auf das Gebäude entfällt. Es entfällt kein Ertragsanteil mehr auf das abzubrechende Gebäude. Vom ermittelten Bodenwert, sind die Gebäudeabbruchkosten abzuziehen. Ist der Gebäudeabbruch am ...
Pachtvertrag
Ein Pachtvertrag organisiert das Rechtsverhältnis zwischen dem Eigentümer und Pächter. Im Gegensatz zum normalen Mietverhältnis, darf der Pächter zum Beispiel in Kleingärten durch den Anbau von Obst und Gemüse diesen Ertrag ohne ein zusätzliches Entgelt für sich selbst beanspruchen. Das gilt auch für Gasthäuser, die Erträge durch Bewirtung erzielen und in der Regel gepachtet sind. ...
Zinsbindung
Bei der Zinsbindung verpflichtet sich ein Kreditinstitut, ein Darlehen mit gleich bleibendem Zinssatz für einen vereinbarten Zeitraum zu verzinsen. Der Zinssatz bleibt also unerheblich von Marktschwankungen während des vereinbarten Zeitraumes unverändert. Bei hohen Zinssätzen empfehlen sich kurze und bei niedrigen Zinssätzen lange Bindungszeiten. Welche Variante sich empfiehlt, hängt von der monetären Situation des Kreditnehmers ab. ...
Erbbaurecht, Erbbauzins
Das Erbbaurecht ist für einen Erbbauberechtigten das Recht, ein Bauwerk auf einem fremden Grundstück besitzen und bewohnen zu dürfen. Somit lastet aus der Sicht des Grundstückseigentümers ein dingliches Wohnrecht auf seinem Grundstück (siehe dingliches Wohnrecht in diesem Glossar). Das Erbbaurecht ist im Grundbuch eingetragen und wird rechtlich wie ein Grundstück behandelt. Demnach dürfen Erbbaurechte auch ...
Jahresrohmiete
Die Jahresrohmiete bezeichnet die Gesamtsumme, die ein Mieter oder Pächter für die Grundstücksnutzung für ein volles Kalenderjahr zu entrichten hat. Alle vom Mieter zu zahlenden jährlichen Umlagen, Betriebskosten sind in die Jahresrohmiete mit einzubeziehen. Nicht einzurechnen sind Untermietzuschläge, Betriebskosten der Zentralheizungsanlage, Warmwasserkosten sowie Fahrstuhlkosten. Die Jahresrohmiete gilt für eigengenutzte, ungenutzte und unentgeltlich überlassene Grundstücke. Ferner ...
Eigentümergrundschuld
Die Eigentümergrundschuld ist für den Eigentümer eines Grundstückes eine Möglichkeit der im Grundbuch eingetragenen Grundschuld, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Belastung des Objektes eingehen zu können. Bei eingetragener Grundschuld ohne Inanspruchnahme, kann der Eigentümer an vorderster Rangstelle bei einem Kreditinstitut seine Liquidität unter Beweis stellen. Diese Vorkreditsicherung funktioniert nur, wenn kein Gläubigeranspruch auf dem ...
Immobilienbewertung
Der Verkehrswert oder auch der Marktwert einer Liegenschaft oder einer Immobilie wird durch den Preis bestimmt, der am so genannten Bewertungsstichtag am Grundstücks oder Immobilienmarkt für das Objekt zu erzielen wäre. Der Verkehrswert ist eine unerlässliche Größe für die Immobilienbewertung. Maßgeblich für die Höhe des anzusetzenden Verkehrswertes können eingeräumte Grunddienstbarkeiten (siehe Grunddienstbarkeiten in diesem ...
Flurkarte
Eine Flurkarte enthält den Grundriß einer kompletten Gemarkung. In der Regel ist eine Gemarkung auf einer Gemarkungskarte dargestellt, der kleineren Variante der Flurkarte. Eine Flurkarte besteht zumeist aus mehreren Blättern und stellt die gesamte Gemarkung grafisch dar (siehe Gemarkung, Flurstück und Katasterkarte in diesem Glossar).
Gewaehrleistung
Das Bauunternehmen oder der Entgegennehmer des Bauauftrages übernimmt für alle ausgerichteten Bauabschnitte und Maßnahmen die Gewähr, dass bei der Bauabnahme oder der Fertigstellung des Auftrages die erbrachte Leistung den funktionalen und zugesagten Eigenschaften entspricht. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch beträgt die Gewährleistungsgarantie von erbrachten Bauleistungen fünf Jahre (siehe Bauauftrag, Bauabnahme). Nach der VOB oder der ...
Generalunternehmer
Ein Generalunternehmer ist ein durchführendes Bau und Fertigstellungsunternehmen, dass den Bauauftrag des Bauherren allein durchführt. Er ist einziger Vertragspartner des Auftraggebers. Für vom Generalunternehmen nicht eigens durchgeführte Arbeiten schaltet der Generalunternehmer möglicherweise Subunternehmen ein. Der Generalunternehmer handelt dabei auf eigene Rechnung. Der Bauherr hat mit anfallenden Kosten durch die Subunternehmer nichts zu tun, sondern einig ...
Hypothekenrechner
Hypothekenrechner können sowohl Banken und Kreditinstitute, wie auch im Internet zu bedienende Servicerechner sein, wo jeder Interessent teilweise kostenlos die Höhe seines Darlehens und die Laufzeit sowie den Jahreszinssatz, die Anfangstilgung und die jährliche Sondertilgung eingeben kann. Der Interessent erhält dann die Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung, die Zinslast sowie den gesamten Darlehensaufwand angezeigt. Ein ...
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein öffentliches Grundbesitzstandsverzeichnis eines jeweiligen Grundbuchbezirkes. Im Grundbuch sind in dem jeweiligen Grundbuchbezirk gelegene Grundstücke und bewohnbare Objekte und die damit verbundenen Rechte eingetragen. Die Eintragungen finden sich im Bestandsverzeichnis. Das Bestandsverzeichnis ist in drei Abteilungen aufgeteilt. Das Eigentumsverhältnis wird in der I. Abteilung vermerkt, während in der II. Abteilung Lasten und ...
Grundbuchamt
Das Grundbuchamt hat seinen Sitz beim jeweils zuständigen Amtsgericht und ist eine Einrichtung der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die die Grundbücher führt. Das Grundbuch wird über die Grundbuchordnung geführt. Hinsichtlich der Führung des Grundbuches gibt es ländereigene Unterschiede. Während in Niedersachsen das Grundbuch durch das Amtsgericht geführt wird, geschieht das in Baden Württemberg beispielsweise noch in gewissen ...
Hausordnung
Eine Hausordnung regelt ein harmonisches Zusammenleben und steckt die Regeln für die Benutzung von gemeinschaftlichen Räumen eines Mehrfamilienhauses ab. Zur Hausordnung zählen die Einhaltung von Ruhezeiten, Abfallentsorgung, Einhaltung von Benutzungsregeln von gemeinschaftlichen Geräten in Waschküchen usw., Streu und Treppenhausreinigungspflichten, Regelung der Haustierhaltung sowie eine ausreichende Belüftung der Wohnräume. Verletzt der Mieter die Hausordnung, kann nach ...
Teileigentum
Das Teileigentum beschreibt das Sondereigentum von verschiedenen Eigentümern oder einer Eigentümergemeinschaft, das aus nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes besteht. Das Sondereigentum steht immer in Zusammenhang mit dem jeweiligen Miteigentumsanteil des jeweiligen Eigentümers (siehe Sondereigentum, Miteigentumsanteil, Teilungserklärung in diesem Glossar). Als Teileigentum werden zumeist Praxisräume, Vorkellerräume, Ladengeschäfte, Treppenhäuser und Garagengemeinschaftshallen bezeichnet, in denen sich ...
Mietvertrag
Nach §§ 549-577 a des Wohnungsmietrechtes, ist der Mietvertrag so definiert, dass sich der Mieter für die Bereitstellung der zu bewohnenden oder zu nutzenden Räumlichkeiten verpflichtet, die vereinbarte Miete am jeweiligen Monatsanfang zu zahlen. Der Vermieter ist verpflichte, die Räumlichkeiten in zu bewohnendem Zustand zu erhalten. Wird ein Mietvertrag zu einer Laufzeit von über einem ...
Baubeschreibung
Eine Baubeschreibung ist Bestandteil einer Bauvorlage und bei der Bauaufsichtsbehörde vorzulegen. Der jeweilige Umfang der Unterlagen wird durch die jeweilige, ländereigene Bauvorlagenverordnung bestimmt. Zur Baubeschreibung sind alle Details des Bauvorhabens hinzuzufügen, die sich nicht aus den Bauzeichnungen und dem Lageplan ergeben (siehe Lageplan in diesem Glossar). Das sind unter anderem die Beschreibung der Baukonstruktion, Unterlagen ...
Damnum, Disagio
Der Begriff Damnum oder Disagio bezeichnet die Differenz zwischen der Kreditsumme und dem real ausgezahlten Betrag. Ein Disagio ist eine Zinsvorauszahlung oder eine Kreditbearbeitungsgebühr. Ein Damnum von 5% impliziert, dass von einem Kredit nur 95% ausgezahlt werden aber die vollen 100% vom Kreditnehmer an die Bank zurückzuzahlen ist. Aus steuerlicher Sicht lohnt sich das Damnum ...
Grunddienstbarkeit
Die Grunddienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht (siehe Grundbuch in diesem Glossar), dass dem jeweiligen Eigentümer eines Nachbargrundstückes an einem anderen Grundstück zusteht. Dies ist in der Regel ein Nutzungsrecht von Wegen und Zufahrten oder ein grenzbauliches Recht, zum Beispiel die Grenzbebauung des Nachbargrundstückes. (siehe Wegerecht, Baugrenze in diesem Glossar). Die Grunddienstbarkeit kann ohne ...
Spekulationsgewinn
Ein Spekulationsgewinn entsteht innerhalb von Spekulationsgewinnen. Auf Immobilien bezogen wird von einem Spekulationsgewinn oder von einem Spekulationsgeschäft gesprochen, wenn eine Immobilie nach nicht mehr als zwei Jahren nach ihrem Erwerb wieder verkauft wird. Der Gewinn oder Verlust eines solchen Immobilienspekulationsgeschäftes wird durch die Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten, dem Verkaufspreis oder Veräußerungspreis und der ...