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Ertragswert

Der Ertragswert einer Immobilie berechnet sich aus der Summe des Gebäudeertragswertes und des Bodenwertes (siehe Bodenwert in diesem Glossar). Nach der Ermittlung des Bodenwertes, werden vom zu erzielenden Rohertrag eines Objektes die Bewirtschaftungskosten,  mit Ausnahme der Abschreibungen  und Betriebskosten abgezogen, um den Reinertragswert eines Objektes zu ermitteln (siehe Bewirtschaftungskosten, Abschreibungen in diesem Glossar). Vom Reinertrag ...

Baunutzungsverordnung

Die Baunutzungsverordnung ist eine auf Gemeinden bezogene Ergänzung zum Baugesetzbuch. Da die Gemeinden für die Bauplanung zuständig sind, ist die Baunutzungsverordnung ein Plankonzept über die bauliche Nutzung der in der jeweiligen Gemeinde zu errichtenden Bauobjekte. Die Verordnung legt fest, welche Art von Nutzungsgebäuden in welcher Gemeinde oder Baugebiet entstehen dürfen. Zum Beispiel Wohnhäuser in reinen ...

Mietpreisbindung

Die Mietpreisbindung ist im Rahmen der mit öffentlichen Mitteln bezuschussten Vermietung Pflicht. Sie richtet sich nach der so genannten Bewilligungsmiete. Liegt die Realmiete oder Kostenmiete über der Bewilligungsmiete, muss die jeweilige Wohnungsfirma oder das Wohnungsunternehmen zum Beispiel bei der Eigenkapitalverzinsung Abstriche hinnehmen. Für Wohnraum, der seit dem ersten Januar 2001 oder in einigen Bundesländern seit ...

Bodenwert

Der Bodenwert ist der geldmäßige Gegenwert zur staatlichen Grundrente. Es ist zu unterscheiden zwischen der absoluten Bodenrente oder Knappheitsrente, also einem einheitlichen Richtwert und der Differentialrente, die sich aus der objektspezifischen Wohnlage und Bodenqualität ergibt. Die Bodenwerte werden durch indirekte und direkte Bodenwertermittlung berechnet. Bei der indirekten Bodenwertermittlung werden Bodenrichtwerte (siehe Bodenrichtwert in diesem Glossar) ...

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Die HOAI oder Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ist eine Rechtsverordnung zur Tarifizierung von Leistungen von Architekten und Ingenieuren. Nach dieser Verordnung werden die Honorare für die Auftragnehmer, in diesem Fall die Ingenieure und Architekten, berechnet. Diese Verordnung enthält 13 Leistungsbereiche. An vorderster Stelle stehen Leistungen bei Freianlagen, Gebäuden und Innenausbauten von Gebäuden. Die Honorarhöhe ...

Bruchteilseigentum

Die Eigentumsrechte an einem Grundstück können mehreren Personen gehören und zustehen, in diesem Fall ist von einem Bruchteilseigentum zu sprechen. Dabei gehört nicht jedem Eigentümer des Grundstücks ein realer, sondern ein ideeller Anteil des Gesamtgrundstückes. Das kann in den häufigsten Fällen in einer Eigentümergemeinschaft von mehreren Wohnungseigentümern der Fall sein, wenn zu der Anlage eine ...

Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB)

Nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen oder auch nach der VOB werden Bauverträge geregelt. Der wichtigste Punkt bei der Verdingungsordnung für Bauleistungen ist die Gewährleistungsdauer für Bauten und Neubauten. Die Gewährleistungsdauer beträgt nach der VOB zwei Jahre. Innerhalb dieser Garantiezeit können Baumängel beim Bauträger reklamiert werden (siehe Bauträger, Baumängel in diesem Glossar). In der Praxis ...

Eigenleistung

Die Eigenleistungen am Bauvorhaben teilen sich in die Finanzierung und die Mängelbeseitigung an Bauwerken. Bei der Finanzierung kommt zum einen das Eigenkapital und zum anderen eigene Leistungen des Bauherren an seinem Objekt zum tragen. Durch diese so genannte Muskelhypothek, spart der Bauherr Finanzierungskosten am Bau. Auch das Baugrundstück kann in die Eigenleistungen einberechnet werden, wenn ...

Flurstück

Das Flurstück ist ein Teil einer Flur und im Kataster registriert. Es ist im Kataster von Linien abgeteilt und hat eine bestimmte Identifikationsnummer (siehe Kataster, Katasteramt, Katasterkarte in diesem Glossar).  Ein Grundstück besteht aus mehreren Flurstücken. Flurstücke sind somit im Grundbuch als Grundstück erfasst. Wird ein Flurstück aus einem Grundstück herausgetrennt und grundbuchrechtlich einem anderen ...

Zwischenfinanzierung

Ist ein Gebäude noch nicht fertig gestellt, so erfolgen oft erst bei Fertigstellung die Auszahlungen von Krediten, die zur Endfinanzierung des Objektes bestimmt sind. Die Zeit bis zur Auszahlung des Endfinanzierungskredites kann daher mit einem Zwischenkredit oder einer Zwischenfinanzierung überbrückt werden. Der Auszahlungsanspruch gegen das Institut, dass den Endfinanzierungskredit auszahlt, kann daher als Sicherheit zwischenzeitlich ...

Wertsicherungsklausel

In der Wohnungswirtschaft werden über einen langen Zeitraum wiederkehrende Leistungen gegen die Geldentwertung durch eine Wertsicherungsklausel versichert. Die Wertsicherungsklauseln sichern im Immobiliengeschäft Pachtverträge, Mietverträge, Erbbauverträge und Kaufverträge bei Kaufpreisverrentung gegen den Wertschwund ab. Nach der Preisordnung im Wertsicherungsgeschäft wird zwischen genehmigungsfreien, genehmigungspflichtigen und vertragsspezifischen Klauseln unterschieden. Genehmigungsfrei sind Leistungsklauseln in Gewerbemietverträgen. Die Neuanpassung von so ...

Wertermittlung – Rohertrag

Bei der Wertermittlung oder dem Rohertrag handelt es sich um die zu erzielende Nettokaltmiete einer Immobilie. Die Nettokaltmiete sollte den ortsüblichen Marktverhältnissen entsprechen. Ist das nicht der Fall, dient als Richtlinie die ortsübliche Vergleichsmiete von zu vermietenden Wohnobjekten. Die Wertermittlung dient hauptsächlich der Feststellung der Zulässigkeit der erhobenen Nettokaltmiete. Die Nettokaltmiete muss sich im Zulässigkeitsrahmen ...

Vormerkung

Eine Vormerkung sichert nach § 883 Bürgerliches Gesetzbuch einen eintretenden Rechtsanspruch oder eine eintretende Aufhebung eines Rechtsanspruches im Grundbuch ab. Die Vormerkung ist ein Rechtsanspruch, der nicht mehr vom noch eingetragenen Eigentümer eines Grundstückes oder einer Immobilie nichtig gemacht werden kann. Eine nach der Vormerkung eingetragene Grundbuchänderung hat daher keine Rechtsgültigkeit. Die Vormerkung regelt somit ...

Vorkaufsrecht

Das Vorkaufsrecht sichert einem Vorkaufsberechtigten das Recht, mit dem Verkäufer zu den Konditionen einen Kaufvertrag zu schließen, zu denen der Verkäufer schon einen Vertragsabschluß mit einer Drittperson getätigt hat. Der Verkäufer muss dem Vorkaufsberechtigten den Verkauf eines Objektes an eine Drittperson unverzüglich mitteilen, damit dieser sein Vorkaufsrecht wahren kann. Die Mitteilung erfolgt in der Regel ...

Sicherungshypothek

  Die Sicherungshypothek ist eine untergeordnete Form der Hypothek. Sie sichert eine Geldforderung durch einen Grundbucheintrag. Der Gläubiger kann sich jedoch im Gegensatz zur Hypothek nicht auf den Eintrag im Grundbuch berufen, er muss selbst beweisen, dass die Forderung tatsächlich gerechtfertigt ist und Bestand hat, dies ist möglich durch rechtskräftige Bescheide, die die Schuld des Eigentümers ...

Makleralleinauftrag

Der Makleralleinauftrag verpflichtet einen Makler, den Kauf oder Verkauf einer Immobilie zu einem guten Abschluss zu bringen und auf eigene Kosten verkaufsrelevante Werbemaßnahmen durchzuführen. Es sind zur Auftragsdurchführung keine anderen Makler oder Drittpersonen einzuschalten. Der Makler muss also beim Alleinauftrag seine kompletten Kenntnisse des Immobilienmarktes in den Dienst des Kunden stellen. Ohne Makleralleinauftrag können gewisse ...

Abgeschlossenheit

Der Begriff der Abgeschlossenheit regelt nach dem Wohnungseigentumsgesetz die Trennung von eigenem Wohnraum oder gewerblich genutztem Raum vom Eigentum anderer Personen. Damit individuelles Wohneigentum oder gewerbliches Wohneigentum entstehen kann, muß dieser Wohnraum vom beispielsweise vom Gemeinschaftseigentum, wie dem Treppenhaus durch eine oder mehrere verschließbare Türen abgeschlossen oder abgetrennt sein. Eigene, abgeschlossene Wohnobjekte müssen über eine ...

Katasterkarten

Eine Katasterkarte enthält den Grundriss einer kompletten Gemarkung. In der Regel ist eine Gemarkung auf einer Gemarkungskarte dargestellt, der kleineren Variante der Katasterkarte. Eine Katasterkarte besteht zumeist aus mehreren Blättern und stellt die gesamte Gemarkung grafisch dar (siehe Gemarkung, Flurstück und Katasterkarte in diesem Glossar). Katasterkarten werden in der heutigen Zeit überwiegend elektronisch benutzt und ...

Zwangsverwaltung

Die Zwangsverwaltung ist eine Möglichkeit der Immobilienzwangsvollstreckung. Ein Zwangsverwalter soll dafür sorgen, dass aus den Einnahmen eines Grundstückes, beispielsweise durch Vermietung oder Verpachtung die laufenden Kosten des Anwesens gedeckt und die Gläubigerforderungen befriedigt und bezahlt werden. Das Zwangsverwaltungsverfahren läuft neben dem Zwangsversteigerungsverfahren als eigenständiges Verfahren, in den Auslegungen gibt es jedoch Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise die ...

Notar

Ein Notar ist ein von der Justizverwaltung eines jeweiligen Bundeslandes nach Bedarf bestellter Volljurist, der Aufgaben im Rahmen der Rechtspflege und der freiwilligen Gerichtsbarkeit wahrzunehmen hat. Der Inanspruchnahme oder Bestellung geht eine dreijährige Anwartszeit als Notarassessor voraus. Bei Immobiliengeschäften ist ein Notar zumeist durch seine notarielle Beurkundung erforderlich. Bei Rechtsgeschäften hat der Notar nach dem ...