Zweite Berechnungsverordnung
Die zweite Berechnungsverordnung beschreibt die Berechnung von verschiedenen, wohnungswirtschaftlich relevanten Posten, wie zum Beispiel der Wirtschaftlichkeit hinsichtlich des Kaufpreises bei öffentlich gefördertem Wohnraum und der Wirtschaftlichkeit bei steuerbegünstigtem Wohnraum. Ein Zusatz der zweiten Berechnungsverordnung enthält die Betriebskostenarten, die an den Wohnungsmieter weitergegeben werden dürfen. In der zweiten Berechnungsverordnung wird auf die neue Betriebskostenverordnung verwiesen, die ...
Baumassenzahl
Durch die Baumassenzahl wird die Begrenzung der Baumasse im Verhältnis zur Grundstücksgröße ausgedrückt. Die Maßeinheit der Baumassenzahl erfolgt in Quadratmetern. Die Baumassenzahl ist als Festsetzungsmaß nur in Gewerbegebieten, Industriegebieten und allen anderen Sondergebieten zu gebrauchen. Vor einigen Jahren wurde die BMZ in Gewerbegebieten noch nicht benutzt, stattdessen wurde die GFZ oder Geschoßflächenzahl verwendet (siehe Geschoßflächenzahl ...
Vermieterpfandrecht
Nach §§ 562 des Bürgerlichen Gesetzbuches, hat der Viermieter bei Nichtzahlung der Mieter ein Pfandrecht gegenüber den beweglichen Gegenständen des Mieters in der angemieteten Wohnung. Bei Auszug des Mieters, darf der Vermieter die beweglichen Gegenstände an sich nehmen. Sind die beweglichen Gegenstände ohne Wissen des Vermieters entfernt worden, kann dieser unter Berufung auf das Bürgerliche ...
Sondertilgungen
Kreditnehmer, die ihr Objekt schnell schuldenfrei haben wollen oder ihre jährliche Belastung an Zins und Tilgungsraten senken wollen, können bei Vertragsvereinbarung Sondertilgungen vornehmen, die die ehemals vereinbarte Tilgungsrate übersteigen. Bei Bauspardarlehen und Darlehen mit variabler Verzinsung ist die Sondertilgung problemlos möglich, bei Darlehen mit festgesetzter Zinshöhe müssen genaue Termine zur Sondertilgung vereinbart werden. Bei einer ...
Bodenrichtwert
Bodenrichtwerte werden auf Grundlage der Grundstücksbeschaffenheit ermittelt und sind eine wichtige Größe bei der Festlegung von Grundstückskaufpreisen und Verkehrswerten (siehe Verkehrswert, Immobilienbewertung in diesem Glossar). Der Bodenrichtwert ist bei bebauten und unbebauten Grundstücken relevant für die Verkehrswertermittlung. Der jeweilige Entwicklungsstand eines Grundstückes ist dabei nicht unerheblich. Es ist wertrelevant, ob es sich zum Beispiel um ...
Hausanschlußkosten
Die Hausanschlusskosten bestehen im Wesentlichen aus den Kosten für den Anschluß der Immobilie an das Wasser, Strom und Gasnetz. Die Hausanschlusskosten sind nicht mit der Erschließung oder den Erschließungskosten zu verwechseln (siehe Erschließung in diesem Glossar). Die Erschließungskosten werden von der Gemeinde oder einem ausführenden Bauunternehmen übernommen. Führt ein Bauunternehmen in der Regel den ...
Beurkundungsgesetz
Das Beurkundungsgesetz regelt die öffentlichen Beurkundungen und Verwahrungen durch den bestellten Notar (siehe Notar in diesem Glossar). Dieses Gesetz umfasst die ordentliche Niederschrift und Produktion einer Urkunde, das Verlesen der Urkunde und die Präsenz der ausgewiesenen und legitimierten Beteiligten. Der Notar muss im Rahmen dieses Gesetztes den Willen der Vertragsparteien dokumentieren und vertreten und sich ...
Einfriedung
Eine Einfriedung schützt und umschließt ein Grundstück durch einen Zaun oder eine Hecke. Einfriedungen sind baugenehmigungspflichtig. Die baugenehmigungspflichtige Einfriedung darf nur den Zweck erfüllen, ein Grundstück zu umschließen, abzuteilen und beispielsweise vor Betretung zu schützen. Eine Garagenwand kann nicht als Einfriedung geltend gemacht werden. Bis zu einer Höhe von 1,5 Metern ist eine Einfriedung nicht ...
Parzellierung
Die Parzellierung beschreibt die Aufteilung eines Grundstückes durch die Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers beim zuständigen Grundbuchamt. Mit der Parzellierung wird ein gewisser Teil des Gesamtgrundstückes als eigenständiges Grundstück beim Grundbuchamt eingetragen. Die Parzellierung ist also die rechtlich beim Grundbuchamt vermerkte Aufteilung eines Grundstückes in mehrere kleine Grundstücke, die durch den Eigentümer des Gesamtgrundstückes an mehrere zukünftige ...
Nießbrauchrecht
Das Nießbrauchrecht setzt sich zusammen aus dem Bruttonießbrauch, dem Vorbehaltsnießbrauch, dem Zuwendungsnießbrauch und dem Vermächtnisnießbrauch (siehe Nießbrauch in diesem Glossar). Das Nießbrauchrecht ist eine Form der Dienstbarkeit, die nicht übertragbar oder zu vererben ist. In steuerlicher Sicht hat der Eigentümer eines Grundstücks Vorteile. Beim Zuwendungsnießbrauch kann der Grundstückseigentümer eine Einmalzahlung vom Nießbrauchberechtigten erhalten. Diese Einmalzahlung ...
Miteigentum – Miteigentumsanteil
Nach §1 Absatz 2 und 3 des Wohnungseigentumsgesetzes, ist Teileigentum, Miteigentum oder Wohnungseigentum unverrückbar mit einem Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum verbunden. Das Teileigentum, Miteigentum oder Sondereigentum (siehe Sondereigentum in diesem Glossar) kann ohne den jeweiligen Miteigentumsanteil nicht verkauft oder belastet werden. Nach § 6 des Wohnungseigentumsgesetzes beziehen sich die Rechte am Miteigentumsanteil unmittelbar auf das ...
Immobilienmakler
Makler vermitteln Verträge. Es ist zwischen dem Zivil und Handelsmakler zu unterscheiden. Handelsmakler beschäftigen sich mit Verträgen des Handelsrechtes, wie zum Beispiel Waren, Versicherungen, Wertpapiere und der Schiffsmiete, während Zivilmakler sich mit Mietverträgen, Grundstücken, Kaufverträgen und Darlehensverträgen befassen. Für die mehr verbreiteten Zivilmakler gelten die §§ 652-654 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Zivilmakler können im Gegensatz zum ...
Baukostenzuschuss
Der Baukostenzuschuss kann aus öffentlichen Mitteln, wie beispielsweise von Denkmalschutzprogrammen, aber auch von privaten Geldgebern, wie zum Beispiel von Mietern an den Eigentümer gezahlt werden. Der Baukostenzuschuss kann vom Programmträger öffentlicher Mittel oder vom Mieter nur zurückgefordert werde, wenn der Betrag bei Beendigung des Mietverhältnisses noch nicht abgewohnt ist. Darüber gibt das Gesetz über die ...
Bauherrenmodell
Das Bauherrenmodell stellt ein System der Steuererleichterung dar. Durch den Grundstückskauf und den Gebäudebau entstehen möglichst hohe für den Investor und Eigentümer steuerlich absetzbare Werbungskosten, die die Einkommenssteuerbelastung eines Vermieters entscheidend entlasten. Bauherrenmodelle waren etwa vor dreißig Jahren für bauwillige Investoren geeignet, die gleichzeitig mit dem zu errichtenden Objekt Mieteinnahmen erzielen wollten und sich den ...
Anliegerbeiträge
Vor der Bebauung, muss das zu bebauende Grundstück erschlossen werden (siehe Erschließung, Anlieger in diesem Glossar). Die Erschließung vor der Bebauung eines Grundstückes ist gesetzlich geregelt. Die jeweilige Gemeinde ist zuständig für die Erschließung eines zu bebauenden Grundstückes, sie stellt dem Eigentümer die Kosten für die Erschließung als Anliegergebühr oder Anliegerbeitrag in Rechnung. Die Gebühr ...
Abgeschlossenheitsbescheinigung
Die Abgeschlossenheitsbescheinigung gilt als Nachweis über die jeweils abgeschlossene Immobilie. Durch die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird die jeweilige Zugehörigkeit eines Objektes, Eigentums und Teileigentums beim Grundbuchamt nachgewiesen. Die Ausstellung der Abgeschlossenheitsbescheinigung erfolgt also durch das Grundbuchamt oder nach einer Bestimmung des neuen Wohnungseigentumsgesetzes durch einen anerkannten Sachverständigen des Bauwesens, falls dies durch die jeweilige Rechtsverordnung des jeweiligen ...
Abstandszahlung
Als Abstandszahlung werden Zahlungsanweisungen bezeichnet, die von einem zukünftigen Mieter oder Eigentümer einmalig an den bisherigen Mieter, Vermieter oder Eigentümer für den überlassenen Wohnraum zu leisten sind. Eine Ablöse dagegen wird für in der Wohnung überlassene Gegenstände verlangt. Eine Abstandszahlung ist daher nicht mit einer Ablöse zu verwechseln. Die Ablöse ist zahlbar für zumeist fest ...
Abstandsflächen
Abstandsflächen sind gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände, zum Beispiel zu Nachbargebäuden oder Straßen. Diese Abstandsflächen sind in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt und können so länderspezifisch variieren. In den nördlichen Regionen Deutschlands wurden die Abstandsflächen früher als Bauwich bezeichnet (siehe Begriff Bauwich in diesem Glossar). Der Zweck der Abstände liegt in der Vorbeugung vor übergreifenden Bränden, der hinreichenden Belichtung ...
Sondereigentum
Nach dem Wohnungseigentumsgesetz, wird das Sondereigentum nach seinem Gegenstand und Inhalt festgesetzt und definiert. Nach §§ 1 und 3 des Wohnungseigentumsgesetztes, konstituiert sich der Gegenstand aus den Wohnungen und dem in sich abgeschlossenen, nicht zu Wohnzwecken dienenden Teileigentum, wie Treppenhäuser (siehe Abgeschlossenheit in diesem Glossar). Die gegenständliche Abgrenzung des Sondereigentums ist relevant für die Nutzung, ...
Amtlicher Lageplan
Ein Lageplan ist wichtiger Bestandteil von Beleihungsdokumenten und Bauvorlagen. Ist der Lageplan einer Liegenschaft Bestandteil einer Bauvorlage, muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Bauvorlagenverordnung ist Ländersache und somit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Allgemein unterliegt ein Lageplan dem Maßstab 1:500. Außerdem enthält er mögliche im Liegenschafts- oder Grundbuchamt eingetragene Baulasten, die Grundstücksbezeichnung, wozu die ...
Zweckerklärung
Die Zweckerklärung erfolgt in der Regel bei Aufnahme einer Grundschuld. Da die Finanzierung von Bau und Kaufvorhaben zumeist unter hohem, prozentualem Einsatz von Fremdkapital finanziert wird, dient eine Grundschuld häufig als Absicherung. Der Schuldner muss also erklären, nachweisen und dokumentieren, welchen Zweck die Aufnahme einer Grundschuld hat, das erfolgt durch die Zweckerklärung (siehe Grundschuld in ...