Bauträger
Ein Bauträger errichtet auf eigene Rechnung, mitunter mit Hilfe von Subunternehmen, Gebäude auf eigenen Grundstücken. Haftbarer Eigentümer bleibt das Bauträgerunternehmen bis zur Veräußerung während oder nach der Bauphase. Der Bauträger ist auch für die Auftragvergabe an die Subunternehmen und für deren Bezahlung verantwortlich und gegebenenfalls haftbar zu machen. Der so genannte Bauherr, in dessen ...
Baulinie
Die Baulinie ist für das jeweilige Bauvorhaben und Grundstück festgelegt und muss eingehalten werden, bei Nichtbeachtung, also Unterschreitung oder Überschreitung der Baulinie kann ein Abbruch des Gebäudes von der zuständigen Baubehörde angeordnet werden. Die Baulinie ist im Bebauungsplan vermerkt. Sie entscheidet individuell von Bauvorhaben zu Bauvorhaben darüber, wie weit die Vorderfront eines Hauses an die ...
Wohngeld, Mietzuschuss
Das Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss, der als Mietzuschuss für bedürftige Mieter und als Lastenzuschuss für berechtigte Eigenheimbesitzer bewilligt wird. Die Zahlung von Wohngeld hängt von der Anzahl der Familienangehörigen im Haushalt, von der Höhe des Gesamteinkommens und von der Miethöhe ab. Im Gegensatz zum pauschalierten Wohngeld für Empfänger von Sozialleistungen, handelt es sich hier ...
Kinderzulage
Die Kinderzulage gehörte neben der Eigenheimzulage zur staatlichen Förderung selbstgenutzten Wohneigentums und wurde am 1. Januar 2006 gestrichen. Bei einer vierköpfigen Familie können das Finanzeinbußen von bis zu 23.000 Euro während der gesamten Bauphase sein. Bei allen Anträgen, die vor dem Stichtag 01.01.2006 gestellt wurden, gilt der Anspruch auf die Kinderzulage und die Eigenheimzulage weiterhin, ...
Baulast
Die Baulast, die ein Grundstückseigentümer auf sich nehmen kann, setzt sein Einverständnis voraus. In der Regel setzt sich dieser Faktor zumeist aus eingeräumten Durchfahrungsrechten zusammen, die der jeweilige Eigentümer seinem Nachbarn einräumen kann, um beispielsweise über seine Grundstückseinfahrt das angrenzende Grundstück erreichen zu können, wenn dies nicht anders möglich ist. Auch eine Bebauung im Grundstücksgrenzbereich ...
Grundpfandrecht
Zu den Grundpfandrechten eines Gläubigers zählen Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden. Grundpfandrechte haben Gültigkeit, wenn die Höhe der Schuld unter Angabe des Namens des Gläubigers im Grundbuch vermerkt ist (siehe Grundbuch, Grundbuchauszug, Grundbuchblatt, Grundschuldbestellung, Löschungsbewilligung in diesem Glossar). Ohne Grundbucheintrag nebst Namensnennung des Gläubigers und der ausgeschriebenen Höhe der Schuld, ist das Grundpfandrecht des Gläubigers ...
Beurkundung
Gewisse Verträge sind von einem Notar (siehe Notar in diesem Glossar) zu beurkunden, um wirksam zu werden. Dies sind Grundstückskaufverträge, Bauträgerverträge sowie Einräumungen von Erbbau und Wohneigentumsverträgen. Der Notar muss also den Willen der unterzeichnenden Parteien eindeutig wiedergeben und in einer Urkunde zum Ausdruck bringen. Er klärt die vertragswilligen Parteien über die Rechte und Pflichten ...
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist ein wichtiger Bestandteil einer Immobilienfinanzierung. Als Eigenkapital sind Bargeld, liquide Bank- und Sparguthaben, wie Sparbriefe und Bausparverträge und bezahlte Grundstücke und bezahlte Bauleistungen anzusehen. Eine Faustregel besagt, dass bei einem Bauvorhaben etwa 20-25% Eigenkapital vorhanden sein sollten, um die Zins und Kreditzinsen durch eine kürzere Darlehenslaufzeit gering zu halten. Ist kein Eigenkapital ...
Vergleichsmiete
Die Vergleichsmiete ist nach § 558 des Bürgerlichen Gesetzbuches eine Richtmiete bei Mieterhöhungen und Neuvermietungen. Als Maßstab dienen in den letzten vier Jahren vereinbarte Mieten oder Mietanpassungen die in einem bestehenden Mietverhältnis vorgenommen wurden. Die Wohnungen müssen ähnliche Gegebenheiten, hinsichtlich der Lage, Größe, Ausstattung und der Gemeindezugehörigkeit vorweisen. Als Hilfe gilt der einfache und qualifizierte ...
Rohbauland
Rohbauland ist die Bezeichnung für Gebiete, die baurechtlich genutzt werden dürfen, jedoch die Erschließung noch nicht abgeschlossen ist. Das Rohbauland muß erst eingeteilt, also parzelliert werden, damit die Bebauung erfolgen kann. Dieser Zustand des Rohbaulandes wird Bruttorohbauland genannt, während nach der Parzellierung von Nettorohbauland gesprochen wird. Beim Status des Nettorohbaulandes ist die vollständige Erschließung, also ...
Paragraph 10e
Der Paragraph 10 e ist der Vorläufer der 2006 abgesetzten und abgeschafften Eigenheimzulage. Er ist eine Form der staatlichen Eigenheimförderung gewesen und hatte Gültigkeit bis 1996 (siehe Eigenheimzulage in diesem Glossar). 1996 beerbte das Eigenheimzulagegesetz den Paragraph 10 e. Die Förderungshöchstdauer des Paragraphen 10 e betrug acht Jahre. In den ersten vier Jahren konnten Eigenheimbesitzer ...
Notargebühren
Die Höhe der Notargebühren richten sich nach dem Geschäftswert einer Notarsache. Als Notarsachen bezeichnet werden in der Regel Beurkundungen bei Immobilienkäufen und Verkäufen und die beglaubigten Eintragungen von Grundpfandrechten in das Grundbuch (siehe Grundbuch, Grundbuchamt in diesem Glossar). Die Notargebühren sind in einer Gebührentabelle nach gesetzlichen Vorschriften geregelt und ermittelt worden. Die Höhe der ...
Neubaumietenverordnung
Eine Verordnung für die Ermittlung von zulässigen Mieten für preisgebundene Wohnobjekte wird als Neubaumietenverordnung bezeichnet. Die Verordnung ist aus dem Jahr 1970 (Kürzel:NMV 70). Diese Verordnung ist eine rechtlich verankerte Grundlage für den nach dem II. Wohnungsbaugesetz geförderten Wohnungsbau und hatte Gültigkeit bis zum 31.12.2001. Alle vor diesem Datum errichteten, öffentlich geförderten Wohnobjekte unterstehen nach ...
Mieter
Ein Mieter geht ein Mietverhältnis mit einem Vermieter per Mietvertrag ein. Der Mietvertrag regelt die Pflichten und Rechte eines Mieters. Zu den Pflichten eines Mieters gehört die regelmäßige Zahlung der für die angemieteten Räume zu zahlende Miete, die jeweils am Monatsanfang fällig ist. Der Mieter verpflichtet sich außerdem, die angemieteten Räume pfleglich zu behandeln und ...
Baunebenkosten
Zu den Baunebenkosten sind alle rund um den Bau anfallenden Gebühren zu zählen. Das sind zum Beispiel Notar und Gerichtsgebühren, Grunderwerbsteuer, Architektenhonorare und Gebühren für die Grundbucheintragung (siehe Notargebühr, Grunderwerbsteuer, Grundbuch in diesem Glossar). Diese anfallenden Baunebenkosten sind nicht zu unterschätzen und in den Gesamtfinanzierungsplan rechtzeitig mit einzukalkulieren. In der Regel sind also beispielsweise schon ...
Baugeldvergleich
Bei einem Bauvorhaben empfiehlt sich vorab ein Baugeldvergleich. Viele Kreditinstitute bieten Baukredite zu unterschiedlichen Konditionen an. Die Höhe des in Baukredites und seine Kosten hängen natürlich auch mit der persönlichen Finanzsituation des bauwilligen Kreditnehmers ab. Das können zum Beispiel die Höhe des in das Bauvorhaben eingebrachten Eigenkapitals, aber auch sonstige Sicherheiten sein. Sonstige Sicherheiten können ...
Anlieger / Anliegergebrauch
Straßen der Öffentlichkeit sind von jedem Bürger nutzbar. Der Anliegergebrauch räumt Anwohnern, also Anliegern, zusätzliche Rechte beim Gebrauch von grundstücksangrenzenden Straßen ein. Diese zusätzlichen Rechte sind in der Eigentumsgarantie des Artikels 14 im Grundgesetz geregelt. Der Anliegergebrauch grundstücksangrenzender Straßen ist nicht genehmigungspflichtig, er regelt eine angemessene Nutzung der Straßen, die in Verbindung der Nutzung ...
Abschreibung (linear)
Den Abnutzungserscheinungen von Wohnobjekten ist in der Wohnungswirtschaft durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten Rechnung zu tragen, um den Wertverlust zu mindern und auszugleichen. Einem Gebäude wird beispielsweise eine hundertjährige Nutzungsdauer unterstellt, was zu einem gleich bleibenden, also linearen Abschreibungssatz von 1% führt. Auf Gegenständen mit einer höheren Verschleißquote wird ein höherer steuerlich geltend zu machender Abschreibungssatz fixiert. ...
Sondernutzungsrecht
Nach § 13 Absatz 2 des Wohnungseigentumsgesetzes, steht jedem Eigentümer lediglich ein Mitgebrauchsrecht am Gemeinschaftseigentum zu. Die Größe des jeweiligen Miteigentumsanteiles (siehe Miteigentumsanteil in diesem Glossar) ist dabei unerheblich. Durch eine Vereinbarung aller Eigentümer kann aber das Mitgebrauchsrecht am Sondereigentum so beschränkt werden, dass für einzelne Eigentümer ein Sondernutzungsrecht der Gemeinschaftsflächen, zum Beispiel für die ...
Bauspardarlehen, Bausparförderung
Das Bausparen ist immer noch eine weit verbreitete Anlageform. Durch Bausparen wird durchschnittlich ein Viertel der benötigten Gesamtsumme eines Bauvorhabens finanziert. Über eine festgelegte Laufzeit wird monatlich ein Festbetrag in den Bausparvertrag eingezahlt (siehe Bausparvertrag in diesem Glossar). Wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif ist, kann das Bauspardarlehen in Anspruch genommen werden. Der Vertrag ist zuteilungsreif, wenn ...