Baukostenindex
Der Baukostenindex ist ein Dezimalzahlenmaß, das einen Schlüssel zur Höhe der zu erwartenden Baukosten darstellt. Er ist eine wichtige, vorab zu ermittelnde Größe für einen zukünftigen Bauherren, um die zu erwartenden Baukosten im Voraus taxieren zu können. Er beträgt beispielsweise für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser 111,7 und für Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude zwischen 113 und 115. ...
Bauantrag
Der Bauantrag wird bei der jeweiligen Baubehörde gestellt. Mit ihm erfolgt die Baugenehmigung für ein geplantes Objekt. Ohne einer gemäß dem Bauantrag folgenden erteilten Baugenehmigung kann ein Bauvorhaben nicht begonnen und letztendlich auch nicht bei Teil oder Fertigstellung von der zuständigen Baubehörde abgenommen werden (siehe Bauabnahme und Baugenehmigung in diesem Glossar).
Zeitmietvertrag
Beim Zeitmietvertrag ist zwischen einem Mietvertrag ohne Verlängerungsklausel und einem Zeitmietvertrag mit dem Hinweis auf eine Verwendungsabsicht des Vermieters nach seinem Ablauf zu unterscheiden. Der Mietvertrag ohne Verlängerungsklausel ist bei der Vermietung von Gewerberaum, nicht aber bei der Vermietung von Wohnraum üblich. Beim Zeitmietvertrag mit Verwendungsabsicht des Vermieters nach seinem Ablauf, kann der Mieter vier ...
Hypothek
Die Aufnahme einer Hypothek erfolgt durch die Belastung einer Immobilie oder eines Grundstückes zugunsten eines Gläubigers. Die Aufgabe einer Hypothek ist also die Ablöse einer Geldforderung. Das kann eine Bank oder ein Geldinstitut aber auch eine Privatperson sein. Die Hypothek gehört zu den Grundpfandrechten (siehe Grundpfandrechte, Grundschuld in diesem Glossar). Anders als die Grundschuld, ist ...
Bauerwartungsland
Bei der Bezeichnung Bauerwartungsland handelt es sich um möglicherweise zukünftiges Bauland. Mit einer Bebaubarkeit ist zu rechnen. So genanntes Bauerwartungsland wird zu einem angehobenen Preis gehandelt, der zukünftige Bauherr sollte sich jedoch umfassend informieren, dass das Grundstück tatsächlich bebaubar ist. Ohne Baugenehmigung darf kein in die Tat umgesetztes Bauverfahren eingeleitet werden (siehe Baugenehmigung in diesem ...
Facility Management
Das Facility Management beschreibt eine integrative Kostennutzenrechnung auf der Grundlage des Deutschen Verbandes für Facility Management e.V. Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung von Gebäuden und Einrichtungen oder Facilities werden unter der Berücksichtigung von jeweils in den Einrichtungen und Gebäuden vorhandenen Arbeitsplätzen berücksichtigt, um zu einer besseren Nutzung und zu einer Erhöhung der Produktivität der Arbeitnehmer beizusteuern. ...
Besichtigungsrecht
Der Vermieter hat ein eingeschränktes, kein unbeschränktes Besuchsrecht in seiner vermieteten Wohnung. Der Mieter hat nach Abschluss des Mietvertrages ein Recht auf die uneingeschränkte Nutzung der Wohnung. Der Vermieter muss seinen Besuch mindestens 24 Stunden im Voraus ankündigen. Der Besuch darf nur bei Anwesenheit des Mieters erfolgen. Der Besuchstermin darf werktags zwischen 10 und 13 ...
Bauwesenversicherung
Eine Bauwesenversicherung reguliert Schäden an Neu und Rohbauten, die auf höhere Naturgewalten zurückzuführen sind. Das kann zum Beispiel eine mit Regenwasser vollgelaufene Baugrube oder eine neu errichteter von einem Sturm eingerissener Dachstuhl sein. Zusätzlich können Feuer und Diebstahlschäden mitversichert werden. Dieser Regulierungszusatz zu der herkömmlichen Bauwesenversicherung ist mit einer höheren Versicherungsbeitragszahlung verbunden. Eine Bauwesenversicherung ist ...
Grundflächenzahl (GRZ) – Baugrenze
Die Grundflächenzahl oder GRZ ist ein Baunutzmaß, das in keinem Bebauungsplan fehlen darf. Die GRZ gibt die Quadratmeterzahl der zulässigen Bebauung eines Grundstückes an. Bei einer GRZ von beispielsweise 0,4 dürfen von einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück 400 Quadratmeter bebaut werden. Bei Garagenbauten dürfen noch weitere 50% eines 1000 Quadratmeter großen Grundstückes bebaut werden, also ...
Gebäudeversicherung
Die Gebäudeversicherung ist unerlässlich und versichert dieses gegen Vandalismus, Naturgewalten, Brand und Einbruch. Anders als eine Hausratversicherung, bietet die Gebäudeversicherung einen umfassenden Schutz für den Eigentümer. Auch Schäden, die sich mögliche Drittpersonen innerhalb des Gebäudes zuziehen, sind in der Regel über die Gebäudeversicherung abgedeckt. Die Höhe der zu leistenden Versicherungsprämie richtet sich nach der Größe, ...
Notaranderkonto
Ein Notaranderkonto richtet der Notar ein, damit der Käufer einer Immobilie den Kaufpreis dort einzahlen kann. Der Notar verwaltet das Geld auf dem Konto treuhänderisch und gibt es erst an den Verkäufer weiter, wenn alle Vertragsbedingungen erfüllt und die behördlichen Dinge erledigt sind. Der Übergang der Grundstückslasten und Nutzen geht bereits am Tag der Einzahlung ...
Mietminderung
Da der Vermieter verpflichtet ist, seine vermieteten Räumlichkeiten während der gesamten Mietdauer in einem zulässig bewohnbarem Zustand zu erhalten, ist der Mieter berechtigt, Mietminderungen vorzunehmen, wenn die Wohntauglichkeit der Wohnung eingeschränkt ist. Ist die Wohntauglichkeit erheblich eingeschränkt, steht es dem Mieter sogar zu, die Mietzahlung für die Dauer dieses Zustandes gänzlich einzustellen. Die Höhe einer ...
Sachmangel
Nach §§ 536 des Bürgerlichen Gesetzbuches, ist ein Mietverhältnis geschädigt, wenn der ordnungsgemäße Gebrauch eines Wohnobjektes durch Sachmangel nicht mehr gewährleistet werden kann. In diesem Fall fehlt eine zugesicherte Eigenschaft, zum Beispiel hat der Vermieter zu einem Zeitpunkt die Reparatur eines Fensters zugesagt und sich nicht daran gehalten, den Sachmangel zu beheben. Ein eklatanter Mangel ...
Mieterselbstauskunft
Die Mieterselbstauskunft dient dem Vermieter, sich über einen zukünftigen Mieter zu informieren. Nachfragen des Vermieters nach möglichen Eintragungen des zukünftigen Mieters bei der Schutzgemeinschaft allgemeiner Kreditsicherung oder auch Schufa sind dabei nicht zulässig. Zulässig sind Fragen des Vermieters an den Mieter hinsichtlich Name, Geburtsdatum, bisherige Adresse, Geburtsort, Beruf, Nettomonatseinkommen, Anschrift des Arbeitgebers, Anzahl der im ...
Grundschuld
Die Grundschuld ist die heutzutage am meisten gebräuchliche Absicherung für Geldinstitute bei der Vergabe von Immobiliendarlehen. Bei diesen Buchgrundschulden handelt es sich um eine Sicherungsgrundschuld für ein Immobiliendarlehen. Die Grundschuld muss als Betrag beziffert und im Grundbuch eingetragen werden (siehe Grundbuch in diesem Glossar). In einer Zweckbestimmungserklärung muss der Eigentümer dem Gläubiger erklären, welchem Sicherungszweck ...
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuerabgabe an das zuständige Finanzamt, die beim Kauf eines unbebauten oder bebauten Grundstückes zu zahlen ist, sie beträgt momentan 3,5% des jeweiligen Kaufpreises. Bei Grundstücksvererbungen ist diese Umsatzsteuer nicht zu entrichten. Gradmesser für die Höhe der Grunderwerbsteuer ist der Wert der Gegenleistung, das kann zum Beispiel der Kaufpreis sein. Verkäufer und ...
Flächennutzungsplan
Nach § 5 des Baugesetzbuches, ist ein Flächennutzungsplan oder ein vorbereitender Bauleitplan ein Dokument, das die zukünftige, städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde darstellt. Der Flächennutzungsplan ist ein fachlich und politisch geleiteter Entwurf, da die Diskussionen und Entscheidungen der zukünftigen Gestaltung und Bebauung von der jeweiligen Gemeinde unter Einbeziehung der zu beauftragenden Bauunternehmen geleitet werden. Der Flächennutzungsplan ...
Gemeinschaftseigentum Gemeinschaftsordnung
Das Gemeinschaftseigentum einer Eigentumsgemeinschaft umfasst Grünanlagen, Treppenhäuser, Vorkellerräume und gegebenenfalls den Fahrstuhl (siehe auch Teileigentum, Sondereigentum, Bruchteilseigentum, Miteigentumsanteil in diesem Glossar). Es ist gemeinschaftlich zu unterhalten und zu nutzen. Die jeweiligen Nutzungskosten richten sich nach der jeweiligen Größe der Eigentumswohnung. Der Miteigentumsanteil und die damit verbundene jeweilige Zahlung an Bewirtschaftungskosten ist hoch bei einer großen ...
Werbefilm Produktionen
Werbefilm Produktionen sind Filmproduktionen von kurzen Werbespots, die für die TV-, Kino- oder Internetwerbung konzipiert sind. Nach dem gewählten Medium richtet sich die Länge des Spots, sodass Werbefilme für den Kinozuschauer am längsten sind, die für den Fernsehzuschauer etwas kürzer und Internetvideos bei einer sehr gekürzten Länge verbleiben. Sinn und Zweck von Werbefilmen können unterschiedlich ...
Werkvertrag
Durch den Abschluss eines Werkvertrages, beauftragt und verpflichtet der Besteller oder Auftraggeber den Ausführenden oder Unternehmer zur Durchführung eines Auftrages. Nach Vollendung muss der Auftraggeber das Werk abnehmen und den Unternehmer bezahlen. Fachgerechte Ausführungen und Funktionalität der verrichteten Arbeiten sind Hauptbestandteil des Werkvertrages. Handelt es sich um bauliche Maßnahmen oder Leistungen, kann der Werkvertrag auch ...
Beleihungsgrenze
Die Beleihungsgrenze ist das oberste Limit, über das eine weitere Belastung des Objektes oder Gebäudes, kurz Pfandobjekt genannt, nicht belastet werden darf. In der Regel erfolgt eine Beleihung bis zu einer Obergrenze von cirka 70% des tatsächlichen Wertes des Gebäudes. Eine Beleihung darf zumindest nicht den tatsächlichen Wert von Bausubstanz und Grundstück übersteigen. Der Beleihungswert ...